Sieg im Penaltyschießen

Die Blue Devils holten zum Abschluss der Vorrunde zwei Punkte. Am Sonntag siegten sie beim Deggendorfer SC mit 4:3 nach Penaltyschießen. Veit Holzmann (rechts, im Zweikampf mit Simon Maier) bot an seinem 23. Geburtstag eine gute Leistung und steuerte den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 bei. Bild: Rappel

Die Blue Devils haben die Vorrunde mit einem Sieg abgeschlossen. Am Sonntag gewannen die Weidener beim Deggendorfer SC im Penaltyschießen und holten sich damit eine Portion Selbstvertrauen für den am 6. März beginnenden Kampf um den Klassenerhalt.

Weiden. (gb) Wie schon eine Woche zuvor beim 2:3 nach Verlängerung in Freiburg bewiesen die Blue Devils auch in Deggendorf Moral und machten im Schlussdrittel einen Zwei-Tore-Rückstand wett. Diesmal blieb es aber nicht bei einem Zähler: Die Weidener sicherten sich mit 4:3 (1:2, 0:1, 2:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen auch den Zusatzpunkt. Den entscheidenden Penalty verwandelte Jiri Kuchler.

Der Tscheche stürmte erstmals gemeinsam mit seinem Landsmann Frantisek Mrazek, den ersten Block komplettierte Youngster Philipp Siller. "Das hat ganz gut funktioniert", sagte Trainer Josef Hefner, der sich jedoch noch nicht auf eine Wiederholung dieser Ausländer-Variante festlegen wollte. Denn durch die Herausnahme des dritten Tschechen, Verteidiger David Pojkar, sei in der Abwehr eine Lücke entstanden.

Turbulente Phase

Die Blue Devils gingen am Sonntag in Deggendorf eigentlich früh in Führung, doch der Referee erkannte den Treffer von Dominik Schopper nicht an. "Die Scheibe war klar hinter der Linie", beklagte sich Hefner. Stattdessen traf auf der Gegenseite Dominik Retzer zum 1:0 für die Niederbayern (10. Minute). In der Schlussphase des ersten Drittels überschlugen sich innerhalb von 34 Sekunden die Ereignisse. Zunächst wehrte Devils-Goalie Daniel Huber den Penalty des Ex-Weideners Benjamin Frank ab (17.), dann traf Veit Holzmann (18.) an seinem 23. Geburtstag zum 1:1 und schließlich brachte Stefan Ortolf den DSC erneut in Führung (18.).

Im zweiten Abschnitt hatte Deggendorf mehr Spielanteile, Chancen gab es allerdings für beide Teams genügend. Die Niederbayern nutzten eine und erhöhten durch Simon Maier auf 3:1 (25.). Wie schon bei den ersten beiden Gegentreffern hinterließ die Weidener Abwehr keinen guten Eindruck. Mit diesem Resultat ging es ins Schlussdrittel, in dem die Devils Moral bewiesen. "Wir haben nicht nachgelassen, waren jetzt läuferisch besser und hatten auch die nötige Kraft", lobte Coach Hefner sein Team. Jiri Kuchler (51.) und Ralf Herbst (53.) sorgten für den Gleichstand nach 60 Minuten.

In der torlosen Verlängerung hatte Weiden die klareren Möglichkeiten. Kapitän Florian Zellner bot sich zum Beispiel in der letzten Sekunde eine Riesenchance zum Siegtreffer. Somit ging es ins Penaltyschießen - und hier wartete Hefner mit einer Überraschung auf der Torwartposition auf. Daniel Huber, der nach 40 Minuten von Oliver Engmann abgelöst worden war, ging wieder zwischen die Pfosten. "Das war ein Bauchgefühl", wie der Weidener Trainer sagte, das ihm allerdings Recht geben sollte. Huber parierte drei Penaltys und ließ sich nur von Dmitrij Litesov bezwingen. Von den vier Weidener Schützen trafen Marcel Waldowsky und Jiri Kuchler. Frantisek Mrazek und Veit Holzmann scheiterten am DSC-Keeper Sandro Agricola.

Am Freitag in Sonthofen

Als Schlusslicht treffen die Blue Devils in der ersten Play-down-Runde auf den Tabellen-Neunten ERC Sonthofen. Auftakt der Best-of-five-Serie ist am Freitag, 6. März, um 20 Uhr im Allgäu. Das erste Heimspiel steigt am Sonntag, 8. März, um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena. Die weiteren Termine: Dienstag, 10. März, in Sonthofen und, falls nötig, am Freitag, 13. März, in Weiden sowie am Sonntag, 15. März, in Sonthofen. Der Sieger bleibt Oberligist, der Verlierer geht in die zweite Play-down-Runde.
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