Sieg in der Verlängerung

Die Blue Devils haben die ersten Punkte in der neuen Oberliga-Saison eingefahren. Drei waren im Heimspiel gegen den EC Bad Tölz greifbar nahe, am Ende waren es dann zumindest zwei. Für die Entscheidung sorgte Stefan Ortolf in der Verlängerung.

Weiden. (gb) Rund 1000 Zuschauer sahen im ersten Heimspiel eine zerfahrene Partie. "Es war sicher kein Schmankerl", gab Devils-Coach Markus Berwanger nach dem 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0)-Sieg nach Verlängerung gegen die Tölzer Löwen zu. "Aber der Sieg war mehr als verdient, denn meine Mannschaft hat wie schon am Freitag einen unglaublichen Einsatz gezeigt." Und anders als zwei Tage zuvor beim 1:2 in Deggendorf sind die Weidener diesmal belohnt worden. Berwangers Freund Axel Kammerer war mit der Leistung seiner Mannschaft alles andere als zufrieden. "Wir waren zwar optisch überlegen und hatten mehr Scheibenbesitz, doch offensiv waren wir zu harmlos. Weiden war sehr gut auf uns eingestellt", erklärte der Tölzer Trainer.

Willaschek: Fingerbruch

Neben Stürmer Jakub Wiecki (Gehirnerschütterung und Nackenprellung) fehlte am Sonntag auch Verteidiger Daniel Willaschek, der in Deggendorf einen Fingerbruch erlitten hatte. "Wir haben gewusst, dass diese Ausfälle sehr schwer zu kompensieren sind. Aber alle anderen haben gekämpft bis zum Umfallen", gab es Lob von Berwanger. Seine Cracks hielten sich an seinen Plan, verteidigten sehr gut und spielten schnell nach vorne. Zudem hatten die Devils mit Fabian Hönkhaus einen hervorragenden Rückhalt zwischen den Pfosten. In der ausgeglichenen Partie gingen die Gastgeber in der 16. Minute ausgerechnet durch den Ex-Tölzer Florin Ketterer in Führung. Im Powerplay brachte Ketterer den Puck aus dem Gewühl heraus über die Linie. Weil die Weidener es nicht verstanden, den zweiten Treffer nachzulegen, blieb die Partie offen. Und kurz vor Schluss wurde ihnen der Dreier noch entrissen, wobei wieder Ketterer beteiligt war. Als der 22-jährige Verteidiger in der Kühlbox saß, nutzten die Tölzer in der 58. Minute das Überzahlspiel durch Lubos Velebny zum Ausgleich.

Es ging in die Verlängerung, die Spieler und die in den vergangenen beiden Jahren nicht mit Erfolgen verwöhnten Fans wollten unbedingt den Zusatzpunkt. "Das Publikum hatte anfangs wohl noch die Angst in den Knochen. Erst im Lauf des Spiels ist es lauter geworden", stellte Berwanger fest. Und nach 85 Sekunden der "Overtime" gab es Grund zum Jubeln, als Stefan Ortolf einen schönen Angriff über Nicolas Turnwald und Ales Jirik zum 2:1 abschloss. "Da haben wir sehr schlecht verteidigt", übte Gästecoach Kammerer nach dem Fehlstart mit der zweiten Niederlage Kritik. Am Freitag hatten die Tölzer Löwen zu Hause gegen den VER Selb mit 2:4 verloren.

Freitag gegen Sonthofen

Das nächste Heimspiel bestreiten die Blue Devils am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr gegen den ERC Sonthofen. Am Sonntag, 4. Oktober, geht es dann zum EV Landshut. "Jakub Wiecki und Daniel Willaschek werden voraussichtlich noch nicht einsatzfähig sein", erklärte Berwanger. "Diese Ausfälle sind bitter, aber wir werden auch ohne sie wieder eine kämpferisch starke Truppe auf dem Eis haben", verspricht der Devils-Trainer.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.