Sieg muss her gegen Forchheim

Drei Siege meldete die SpVgg SV Weiden in den letzten drei Pflichtspielen. Rechtzeitig zum Saisonendspurt scheinen Thomas Wildenauer (rechts) und Co. wieder in die Spur gekommen zu sein. Bild: G. Büttner

Ein erstes Gipfeltreffen läutet den Endspurt ein: Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden erwartet am Freitag um 19 Uhr Jahn Forchheim. Die Gastgeber geben die Hoffnung auf einen der ersten beiden Spitzenplätze noch nicht auf.

Weiden. (lst) Die Hoffnung stirbt zuletzt: Vor allem, wenn man das Restprogramm des Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden ansieht. Denn mit Siegen in den drei Heimpartien an den vier noch ausstehenden Spieltagen, bei denen es ausnahmslos gegen Spitzenteams geht, könnte die Elf von Trainer Christian Stadler nochmals entscheidend ins Titelrennen eingreifen.

Das erste Gipfeltreffen steht am Freitag um 19 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen den Tabellenvierten SpVgg Jahn Forchheim auf dem Programm. Der Weidener Rückstand auf Spitzenreiter Aschaffenburg und den Oberpfälzer Rivalen FC Amberg beträgt fünf beziehungsweise drei Punkte - allerdings haben die Weidener eine Partie mehr ausgetragen. Dennoch: "Wir geben nicht auf und wollen den Druck auf die vor uns platzierten Teams aufrecht erhalten", gibt Stadler die Parole vor.

Was seine Elf leisten kann, stellte sie zuletzt eindrucksvoll unter Beweis. Zunächst wurde der VfL Frohnlach mit 7:0 aus dem Stadion geschossen, ehe in der Liga eine Woche später mit dem 4:2 beim FSV Erlangen-Bruck die Negativserie gegen die Mittelfranken beendet wurde. Und als Zuckerl gab es dazwischen die Pokal-Sensation gegen den Regionalliga-Tabellenführer und bayerischen Amateur-Meister FC Würzburger Kickers. Gerade beim 3:0 gegen die Elf um Ex-Profi und Trainer Bernd Hollerbach bot die SpVgg SV eine der bislang besten Saisonleistungen und zog zurecht ins Toto-Pokal-Finale ein, das am 13. Mai zu Hause gegen den Sieger des Spiels zwischen der SpVgg Bayreuth und der SpVgg Unterhaching ausgetragen wird.

Aber soweit will Stadler in der gegenwärtigen Situation noch nicht denken. "Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen weiter vorne dabei bleiben", sagt der Coach der Schwarz-Blauen. Eine lobenswerte Einstellung, wobei - sollte das letzte Fünkchen Hoffnung nicht erlöschen - kein Ausrutscher mehr erlaubt ist. Nicht gegen Forchheim, nicht gegen Aschaffenburg, nicht in Ammerthal und natürlich auch nicht am letzten Spieltag daheim gegen Großbardorf.

Stadler ist dennoch mit dem bisherigen Abschneiden seiner Elf mehr als zufrieden. Als Aufsteiger habe man im letzten Jahr bereits eine tolle Saison gespielt, sich nun im schwierigeren zweiten Jahr erneut im Spitzenfeld der Nord-Gruppe etabliert und im Pokal eindrucksvolle Vorstellungen hingelegt. "Das ist nicht selbstverständlich", weiß Stadler, der sich auf das Top-Spiel gegen Forchheim freut. "Solche Spiele sind absolute Schmankerl, die hoffentlich auch mal vom Weidener Publikum honoriert werden", so der Coach.

In der Tat ist es ein Aufeinandertreffen zweier Bayernliga-Schwergewichte, das von vielen Experten vor der Saison auch so vorhergesagt worden war. "Forchheim spielt meistens munter nach vorne, darauf werden wir eingestellt sein", so Stadler. Das gelang auch dreimal ganz gut, so in der letzten Saison beim 1:1 in Forchheim und beim überragenden 6:2-Erfolg im heimischen Sparda-Bank-Stadion sowie heuer beim 1:0 bei den Mittelfranken. Thomas Schneider markierte im Hinspiel in der 88. Minute den Siegtreffer. Eine positive Bilanz also, die die Oberpfälzer gegen Forchheim vorweisen können und beibehalten wollen. Dazu steht Trainer Stadler der komplette Kader zur Verfügung.
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