Siemens Betriebsrat sieht neuer Struktur gelassen entgegen
Details noch unbekannt

Der Siemens-Umbau geht weiter. Die Personalvertreter in Kemnath sehen noch keinen Grund zur Unruhe. Archivbild: dpa
Kemnath. (luk) Prinzipiell positiv sieht Harald Tretter die angekündigte Neuausrichtung der Siemens-Medizintechnik-Sparte (wir berichteten). Der Betriebsrat des Kemnather Standorts der Healthcare GmbH stehe der Umorganisation "offen gegenüber, weil es um Wachstum geht", erklärte dessen Vorsitzender am Dienst auf Nachfrage. Allerdings: "Details kennen wir noch nicht."

Healthcare-Chef Bernd Montag hatte angekündigt, die selbstständige Siemens-Tochter in sechs Regionen und Business Areas (Geschäftsfelder) aufzugliedern. Eines davon ist der Bereich "bildgebende Verfahren" wie Röntgenapparate und Computertomographen, wie sie unter anderem in Kemnath gefertigt werden. Die Aufteilung in Regionen bezieht sich laut Tretter nicht auf Deutschland. Vielmehr werde die Welt in Bereiche aufgegliedert. Greifen soll die Neuorganisation zum 1. Oktober "und dann weiterentwickelt werden".

"Bis dahin gibt es keinen Stellenabbau. Das passt", betont der Betriebsratsvorsitzende. In diesem ersten Schritt erwartet er ohnehin keine Auswirkungen für die rund 1200 Beschäftigten in Kemnath. Eventuell in einem weiteren, "aber da ist noch nichts bekannt". Bekannt sind dagegen die sechs Business Areas: Bildgebung Ultraschall, Therapie, Labordiagnostik, das Geschäft mit kleineren Geräten und Service. Tretter schätzt, dass die sechs Geschäftsführer bis Jahresende Zeit haben, ihr "Geschäftsfeld neu zu definieren und zu sagen, was sie vorhaben". Und dann heiße es abzuwarten, was im nächsten halben Jahr passiere.
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