Silberhütte mehr als eine Winter-Sportstätte - Biathlonanlage ab Herbst zu nutzen
Trend nicht unterschätzen

Scharf geschossen wird auf der Silberhütte auch in Zukunft nicht. Ein gutes Auge und eine ruhige Hand sind beim Umgang mit ungefährlichen Lasergewehren ab Herbst dennoch gefragt. Dann geht die neue Ganzjahres-Biathlonanlage in Betrieb.

Am Mittwoch stand ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin im Kalender. Die Grafenreuther Zimmerei und Holzbaufirma Winkler stellte im Skilanglaufzentrum das Zielhaus auf. Untergebracht werden in dem schmalen dafür aber mehr als 26 Meter langen Bau die Zieleinrichtungen für die acht Schießstände und die komplette Technik.

Modernste Anlage

Liegend und stehend wird auf einer Distanz von zehn Metern geschossen. Es ist weltweit eine der modernsten Anlagen dieser Art, kostet rund 140 000 Euro und wird von der Regierung der Oberpfalz gefördert. Wirklichkeitsnah soll es aber schon zugehen. Mit den Sportwaffen muss repetiert werden und sogar Schussgeräusche sind zu hören.

Rudi Pannrucker, Manfred Gleißner und Alexander Klettner waren glücklich über den Meilenstein: "Die Leute können es kaum erwarten, die neue Attraktion zu nutzen. Ständig gibt es Anfragen. Etwas Geduld ist allerdings noch nötig. Ab Herbst kümmert sich Josef Grüner um den laufenden Betrieb." Nutzen können das nicht nur die Skilangläufer. Auch während des Sommers darf über Kimme und Korn geschaut werden: "Interessant ist das nicht zuletzt für Ausflüge von Vereinen oder Firmen."

Die Laser-Schießanlage sehen die Vertreter des Skilanglaufzentrums als weiteren interessanten und spannenden Baustein für die gesamte Region am bayerisch-böhmischen Grenzkamm. Gleißner verwies auf die ständig wachsende Schar der Silberhütten-Fans: "Das gilt für den Winter ebenso, wie für den Rest des Jahres. Aus der Region und weit darüber hinaus wollen die Menschen Natur und Freizeit genießen." Zur Popularität trugen das vor wenigen Monaten in Betrieb genommene Funktionsgebäude für die Skilangläufer, die Goldbachhütte und der Aussichtsturm am Rabenberg bei.

Rasante Entwicklung

Fatal wäre es nach Gleißners Meinung, den Trend nicht zu nutzen oder ihn zu unterschätzen: "Die Silberhütte ist längst über den Status einer reinen Wintersportstätte hinausgewachsen. Der Förderkreis und seine Mitglieder steuern wesentlich zu der rasanten Entwicklung bei." Nicht verzichten lasse sich darüber hinaus beim laufenden Betrieb auf Sponsoren und vor allem auf die Hilfe der Landkreise und Kommunen: "Am Fuß des Entenbühls dürfen Qualität und Quantität nicht leiden."
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