Silberhütte: Wirt gibt auf

Wohin führt die Zukunft des Schutzhauses Silberhütte? Der Wegweiser am Fuß des Entenbühls hat fast schon Symbolcharakter. Bild: nm

Das Schutzhaus Silberhütte wird wieder ein Waisenkind. Der Oberpfälzer Waldverein bestätigt die Kündigung des Pächters. Der droht nun mit rechtlichen Schritten.

"Ja, das stimmt", bestätigt der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins Armin Meßner kursierende Gerüchte. Der Pächter des vereinseigenen Schutzhauses Silberhütte will im Herbst den Schlüssel umdrehen.

Im Dezember 2013 übernahm Miro Maly den Kochlöffel in dem Lokal am Fuß des Entenbühls. Der mit dem OWV geschlossene Vertrag würde noch länger laufen, der Gastronom kündigte aber an, seine Wirkungsstätte im Herbst zu verlassen. Den genauen Zeitpunkt kennt Meßner noch nicht: "Wir wurden davon überrascht und werden mit Maly sprechen. Einen exakten Zeitpunkt hat er nicht genannt. Wenn jemand unbedingt gehen will, ist es schwierig, ihn aufzuhalten."

Nicht von heute auf morgen

Der Mann an der Spitze des OWV-Hauptvereins bedauert die überraschende Entwicklung. Für die Kündigung habe der Wirt eine Reihe von Gründen ins Feld geführt, unter anderem Differenzen mit dem Förderkreis für das Skilanglaufzentrum. "Maly verwies auf die nach wie vor ungeklärte Parkplatzsituation und den vom Förderkreis eingerichteten Imbiss." Zu Sanierungen für das mehr als acht Jahrzehnte alte Schutzhaus nahm Meßner ebenfalls Stellung.

"Natürlich gibt es Handlungsbedarf. Gleichzeitig spielt aber auch die Frage eine Rolle, was der OWV finanziell stemmen kann. Weitere Arbeiten haben nur mit einem Pächter Sinn. Und dass die Maßnahmen nicht von heute auf morgen zu bewältigen sind, daraus haben wir noch nie ein Hehl gemacht." Aktuell gehe es darum, die neue Situation im Vorstand zu besprechen. "Im Vordergrund wird sicher die Suche nach einem neuen Pächter stehen. Ein Verkauf steht derzeit hinten an", meint Meßner.

Schnelles Dementi

In einem Telefongespräch bestätigte der Pächter gegenüber unserer Zeitung zunächst, dass er die Silberhütte verlassen werde. Verbunden war das mit Vorwürfen, das Schutzhaus sei negativ in die Schlagzeilen gebracht und anschließend quasi totgeschwiegen worden. Schon wenige Minuten später rief Maly erneut an und widerrief seine Aussage zum Weggang: "Ich habe so etwas nicht gesagt und deswegen auch mit meiner Anwältin gesprochen. Wer zu der Thematik etwas veröffentlicht, den werde ich wegen Rufschädigung belangen."
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