Simultaneum

Das Wort Simultaneum bezeichnet das gemeinsame Nutzungsrecht verschiedener Konfessionen an einer kirchlichen Einrichtung. 1652 führte Pfalzgraf Christian August von Sulzbach das Simultaneum ein. Er ordnete an, dass die Kirchen in seinem Herzogtum von den evangelischen und katholischen Gemeinden genutzt werden sollen.

Der Pfalzgraf wollte mit diesem Erlass die Konfessionen einander näher bringen und künftige Religionskriege verhindern. Diese religiöse Toleranz war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich, führte in den Gemeinden aber immer wieder zu Spannungen. Viele Geschichten erzählen davon. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts endeten viele Simultaneen.

Der "Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz" will mit dem Radweg das wertvolle Erbe der Simultankirchen neu er-fahrbar machen. Er ist Initiator und Träger des Simultankirchen-Radweges. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die evangelischen Dekanate Weiden und Sulzbach-Rosenberg sowie die Diözesen Eichstätt und Regensburg unterstützen das Radwege-Projekt. Quelle: Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.