Sinkende Einwohnerzahl besorgniserregend

In seinem Rückblick sprach auch Hans Bscherer von einer "besser gewordenen Zusammenarbeit" im Stadtrat. Er stellte Vergleiche zu Vorjahren an und folgerte: "Wir hatten noch nie so viele Sitzungen wie im abgelaufenen Jahr." Als Sprecher der Freien Wähler lobte auch er das neue Feuerwehrhaus. Das Gebäude und dessen Umfeld bezeichnete er als Schmuckstück, das eine Aufwertung für die Stadt darstellt.

Mit dem Abbruch des Barackengebäudes in der Jahnstraße sei endlich ein Schandfleck beseitigt worden. Die Parkplätze, die dort entstehen, nannte er eine sinnvolle Einrichtung im Bereich der Schulen. Um die Kläranlage und damit auch die Bürger zu entlasten, schlug Bscherer Prüfungen vor, ob beim Verlegen neuer Kanäle das "Oberflächenwasser in umliegende Gräben abgeleitet werden kann". Zur Umstellung auf Energiesparlampen an Straßen und in städtischen Gebäude wünschte er sich Angaben über die Energie-Einsparungen. Die jüngsten Besuche des Stadtrats bei größeren Betrieben wertete er als erfolgreiche Informationsmaßnahme. Er regte die Ausweitung auf kleinere Betriebe an.

Zur finanziellen Situation der Stadt erklärte der FW-Sprecher: "Trotz vieler Investitionen ist die Verschuldung weiter gesunken und liegt bei zirka 327 Euro pro Einwohner." Er sah darin eine Entwicklung, die für eine besonnene Art des Wirtschaftens spricht. Sorgen bereitet ihm der Rückgang der Bevölkerung auf 3820 Einwohner. Dies seien 300 weniger als noch vor drei Jahren.

Beim Einkaufsverhalten besonders der jüngeren Generation beklagte Bscherer, dass sie sich im Einzelhandel Artikel ansehe und diese zum Schaden der Geschäftswelt via Internet bestellt. Als Ergänzung zu den baulichen Vorhaben, die 2015 umgesetzt werden sollen, regte er eine Überquerungshilfe für Fußgänger beim Hochhaus in der Pressather Straße an.

Er sprach sich zudem für die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten an Wohnstraßen aus. Als positives Beispiel nannte er den Dünnschicht-Asphalt in der Tachauer Straße. An den Landkreis gewandt, fragte Bscherer wegen der Verlegung einer Verwaltungsabteilung in das örtliche Kreisgebäude nach. Dies wäre zugleich eine Aufwertung der ehemaligen Kreisstadt. (rn)
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