Sirene bleibt oft stumm

Probleme mit der Alarmierung hat die Wildenreuther Feuerwehr. Das haben die Verantwortlichen zwar "nach oben" weitergemeldet, doch getan hat sich bisher nichts.

"In letzter Zeit hat die Alarmierung leider schlecht oder gar nicht funktioniert", stellte Kommandant Thomas Simmerl bei der Generalversammlung der Wildenreuther Wehr fest. Funkmeldeempfänger funktionierten nur vereinzelt oder die Sirene wurde überhaupt nicht ausgelöst. "Wenn die Sirene nicht auslöst, wird auch der SMS-Alarm nicht ausgelöst."

Nach den Worten des Kommandanten wurden diese Zustände bereits mehrmals an die Zuständigen im Landkreis weitergegeben. "Passiert ist nicht viel bis gar nichts." Wie er ausführte, sei Kreisbrandmeister Herbert Thurm eingeschaltet, um Verbesserungen zu erreichen. "Eine sichere Alarmierung ist Fundament für unseren Einsatz zur Hilfe am Nächsten", betonte Simmerl.

Feuerwehrvorsitzender Wendelin Fenzl kündigte in seinem Bericht an, dass im neuen Jahr die Küche im Feuerwehrhaus erneuert werden soll. "Die Vereinskasse dürfte das hergeben."

Zwei Tote bei Unfällen

Kommandant Thomas Simmerl zählte in seinem Rechenschaftsbericht 20 Einsätze auf. Davon waren sechs mit Technischer Hilfeleistung. "Bei den Verkehrsunfällen waren in diesem Jahr auch zwei Tote zu beklagen", sagte Simmerl.

Zu den sieben Sicherheitswachen zählte er unter anderem die Verkehrsabsicherung und Parkeinweisung zum Wildenreuther Weihnachtsmarkt. "Es war eine starke Beteiligung von Seiten der Aktiven und Jugendfeuerwehr."

Auch beim Motocross-Rennen des AvD Weiden in Frodersreuth war die Wehr für die Absicherung zuständig. Im Jahr 2014 waren nur vier Brandeinsätze zu verzeichnen. Wie der Kommandant anmerkte, handelte es sich um Kaminbrände und einen Kleinbrand.

Simmerl ging auf die Übungen und Unterrichte der Wehr und auf die Brandschutzwoche auf Kreisbrandebene bei der Schreinerei Meier in Thumsenreuth ein. Zur Leistungsprüfung merkte der Kommandant an, dass sich die Ausbildung Technische Hilfeleistung immer mehr als äußerst wichtig erweise.

Von einer regen Beteiligung an Festen und Veranstaltungen berichtete Simmerl ebenso. Er nannte das Johannisfeuer in Frodersreuth und das Dorffest. Zur Faschingsparty der Feuerwehr merkte er an, dass diese mittelmäßig besucht war. Für 2015 kündigte er für Fasching einen Zoiglabend mit Brotzeiten in der Fahrzeughalle an. "Ich weiß, dass es für manche so aussieht, als würde ich als Kommandant manchmal ein wenig zu viel Ausrüstung und Material einkaufen", sagte Thomas Simmerl.

"Doch die Einsätze haben gezeigt, dass ich mit meinen Einschätzungen und den vorausschauenden Beschaffungen richtig gelegen habe." Er stellte hierzu fest, dass sich die Einsätze immer mehr in Richtung Technische Hilfeleistung entwickeln. "Wir müssen dafür gerüstet sein."

In diesem Jahr seien Ersatzbeschaffungen vorgenommen und zusätzliche Ausrüstung und Schutzkleidungen angeschafft worden. Als Beispiele nannte der Kommandant Batterien für das Verkehrsleitsystem, Blitzlampen, Lederstiefel, Schutzanzüge, Atemschutzjacken, Helme und Handschuhe. "Die Jugend drängt nach", stellte er hierzu fest.

Fahrzeug unverzichtbar

Zur Anschaffung des Mehrzweckfahrzeugs sagte er, dass es sich bereits bewährt habe, die Wehr könne mittlerweile im Einsatz nicht mehr darauf verzichten. Ab März 2015 werde die Digitalfunkausrüstung ausgeliefert und zu Beginn im Probebetrieb zweigleisig neben dem analogen Funk gefahren. (Hintergrund)
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