Skilift-Betreiber sind zufrieden

Die Piste im Ski- und Snowboardzentrum am Fahrenberg ist noch von einer Schneedecke überzogen. Der Lift hat allerdings bereits seit rund eineinhalb Wochen geschlossen. Bild: tss

Klaus Nigg zieht Bilanz. Der Vorsitzende des TV Vohenstrauß sagt über die Skisaison: "Passt scho." Zwei Wünsche für die Zukunft hat er allerdings.

Durchschnittlich trifft's wohl ziemlich gut. Denn der Fahrenberg-Skilift war heuer weder überproportional viele Tage geöffnet, noch war er auffällig selten in Betrieb. Nigg berichtet von 37 Tagen. Zum Vergleich: Vor ein paar Jahren waren es einmal rund 60 Tage, dafür in der vergangenen Saison nur elf.

Topsaison im Blick

Anfang Januar sei eine super Zeit gewesen, gefolgt von einer "Pause bis Ende des Monats". Richtig viel los war Rosenmontag und Faschingsdienstag. Der Fahrenberg-Skilift schloss am 9. März. "Nach hinten raus ist nicht mehr viel gegangen", verrät er. Vor diesem Hintergrund hofft Nigg, dass die kommende Saison früher startet. Er denkt dabei vor allem an die Weihnachtsferien. Das letzte Mal sei das Skifahren zu der Zeit in Vohenstrauß vor rund vier oder fünf Jahren möglich gewesen. "Sowas wenn du hast, wird es eine Topsaison."

Rentabel nach drei Wochen

Rentabel sei der Skilift, wenn er rund drei Wochen in Betrieb ist. Das ist im Gegensatz zu anderen Pisten relativ lange. Nigg erklärt: "Wir haben drei Schneekanonen, einen Kühlturm und Pumpen. Das braucht natürlich viel Strom." Deshalb spricht er davon, dass der TV als Betreiber in Vorleistung gehen müsse. Wer nicht über so ein Equipment verfügt und sich rein auf das Wetter verlässt, macht früher Gewinn.

Nigg sieht den TV für die kommenden Jahre gerüstet: "Wir sind gut ausgestattet." Momentan werde noch eine gebrauchte Pistenraupe abbezahlt. Für den Fahrenberg könne er sich einen Funpark auf dem Hang vorstellen. Konkret meint Nigg damit etwa Hindernisse für Snowboardfahrer. "Wenn die nächste Saison extrem gut läuft", könne das im Folgejahr verwirklicht werden. Der TV-Chef betont allerdings, dass das sehr spekulativ sei. "Geht etwa eine Schneekanone kaputt, muss sich natürlich zuerst um diese gekümmert werden."

Was Verletzungen betrifft, ist es laut Nigg heuer keine auffällige Saison gewesen. "Es gab einen schweren Unfall." Während eines Schulskikurses sei ein Rettungshubschrauber zum Einsatz gekommen. Ansonsten habe es Verletzungen gegeben, ein Sanka war im Einsatz. Es habe aber nicht viel Unterschied zu anderen Jahren gegeben.

Der Kinderlift wird vom TV Pleystein betrieben und nimmt in der Regel früher den Betrieb auf. Für Buben und Mädchen gab es an 46 Tagen die Gelegenheit, den Hang hinunterzusausen.
Alexander Schön, Abteilungsleiter Ski Alpin, resümiert: „Wir sind zufrieden. Es war eine gute Saison.“ Der TV besitzt eine Schneelanze, die der Verein dem TSV Vohenstrauß zur Verfügung stellt. Im Gegenzug wird beschneien die TSV-Verantwortlichen den Kinderlift. Gerade diese „super Harmonie“ zwischen den Skilift-Betreibern lobte Schön. Großes Ziel sei es, dieses gute Verhältnis auch künftig beizubehalten.

Schön äußerte den Wunsch nach mehr Naturschnee in den kommenden Jahren.
Robert Franz, Abteilungsleiter Ski, erklärt, dass die Kosten weitestgehend gedeckt seien. Für 2015 stehen keine Investitionen an. Allerdings muss in zwei Jahren das Liftseil erneuert werden, was laut Franz rund 3000 Euro kostet.
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