So ein Gipfel weitet den Blick

Nicht zu übersehen: Hier feiert der Alpenverein.

Eine Bergwanderung erweitert den Blick und bringt den Abstand zum Alltag. Gelegenheit dazu bot das Burgfest auf der Schweppermannsburg in Pfaffenhofen - trotz eher durchwachsenen Wetters.

Alpinisten der Sektion Amberg feierten mit zahlreichen Freunden aus dem Umkreis von Amberg und Neumarkt zunächst mit einer Waldlermesse auf der Burgwiese vorm Wiesenkreuz. Dabei gedachte man verstorbener Mitglieder.

Zahlreiche Amberger, Einheimische und Neumarkter hatten sich mit Bus, Auto, Radl oder zu Fuß dorthin aufgemacht. Vorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer freute sich, dass der Direktor der Ensdorfer Salesianer, Pater Christian Liebenstein, den Gottesdienst zelebrierte. Begleitet wurde er von den Lintacher Sängern, Ingrid Gericke mit der Zither und Franz Gericke mit der Tuba von den Blechernen Saiten. Naturbewanderte Alpenvereins-Mitglieder hatten als Altarschmuck wieder einen prächtigen, bunten Feldblumenstrauß zusammengestellt.

Verbindung zur Schöpfung

In seiner Predigt beschrieb Pater Liebenstein die Bergwanderung als Verbindung zur Schöpfung und zur Natur Gottes, die auf dem Gipfel den Blick erweitert und die Alltagssorgen vergessen lässt. Bereits der Weg zum Gipfel, durch Wald, Bachtäler und Schluchten, lasse die Schöpfung erahnen und eine innere Stille einkehren. Sobald man die Waldgrenze erreicht habe und der Blick frei werde bis zum Horizont, vergesse man Sorgen und Nöte: Die Natur der Berge bringe die Ehrfurcht vor Gott und seine Nähe zum Menschen zurück.

Schutz unterm Schirm

Ganz ungetrübt war die Feier diesmal nicht: Kurz vor dem Ende des Gottesdienstes zeigten sich bereits graue Wolken am Himmel und es fing kräftig an zu regnen, so dass Sänger, Musikanten und der Geistliche durch "Sonnenschirme" geschützt werden mussten.

Etwas weniger Gäste wie üblich machten es sich danach trotzdem im Burghof gemütlich zum Frühschoppen. Für Verpflegung hatten die Alpinisten gesorgt - ihr Angebot reichte von Bratwürsteln, über Radi und Kas bis zu Kuchen und natürlich Küchln. Für die Kinder hatte die Vereinsjugend eine Seilstrecke von der Burgmauer bis zum -graben aufgebaut: Daran, im Gurt gut gesichert, entlang zu gleiten, war für viele schon eine Herausforderung.

Bis zum frühen Abend herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Nachmittag wurde dann sogar das Wetter besser, so dass auch ein gemütlicher Kaffeeklatsch unter der Burglinde möglich wurde.
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