So macht Sport noch mehr Spaß

Die Sprossenwand bestand den Härtetest durch die beiden Bürgermeister Reiner Pickel (links) und Jörg Fritsch.

Das graue Entlein aus Beton hat sich in einen hübschen Schwan verwandelt: Nach ihrer im Amtsdeutsch sogenannten Ertüchtigung steht die Schulturnhalle in Hartmannshof jetzt als freundlich-heller Bau mit bunten Tupfern da.

Für zwei Millionen Euro haben die Turnhalle und der angegliederte Zwei-Klassen-Trakt der Grundschule eine energetische Sanierung samt neuester Technik für ihr Innenleben bekommen. Das Ergebnis stellten die Gemeinden Hartmannshof und Weigendorf, deren Kinder hier gemeinsam lernen, an einem Tag der offenen Tür vor.

Schließen oder sanieren

Der fast 50 Jahre alte Bau entsprach nicht mehr dem modernen Standard. Eine veraltete Ölheizung lieferte Wärme, die sich durch ungedämmte Wände und Fenster hinaus in die Umgebung verabschiedete. Verschärfte Brandschutzbestimmungen und das Fehlen von Fluchtwegen trieben den Verantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn. Es gab nur die Alternativen, die Schule zu schließen oder grundlegend zu sanieren. Für die letztere Lösung entschlossen sich die Gemeinden im Jahr 2012.

Mehr als 20 Firmen arbeiteten ein Jahr lang an neuen Fenstern, der Außendämmung, einer Pellets-Heizung, an Lüftung, Duschen, Notausgang und Sportboden. Bauhofleiter Erwin Bleisteiner koordinierte, Hausmeister Walter Braun sorgte sich um die Schulkinder.

Es blieb bei den veranschlagten Kosten von rund zwei Millionen Euro. Zum staatlichen Anteil von 500 000 Euro legen die beiden Gemeinden je 750 000 Euro dazu. Sie ermöglichen damit auch Sportvereinen und anderen Gruppen eine breite Palette sportlicher Aktivitäten.

Kampf mit ganzem Herzen

Für die Gemeinde Weigendorf bestätigte Bürgermeister Reiner Pickel, dass sie mit dieser großen Aufgabe voll einverstanden gewesen sei. "Sowohl die Gemeinderäte als auch Altbürgermeister Georg Schmid haben mit ganzem Herzen darum gekämpft", betonte er.

Architekt Stefan Lang vom Hersbrucker Büro Weber + Lang überreichte symbolisch den Schlüssel an den Vorsitzenden des Schulverbands, den Pommelsbrunner Bürgermeister Jörg Fritsch. Gottes Segen erbaten Pfarrerin Judith Elsner und Pfarrer Roland Klein für das Gebäude und die Menschen darin.

"Es schaut einfach schön und gut aus", lobte Landrat Armin Kroder. Die Ausrüstung erinnerte ihn an seine Schulzeit, denn "Turnen und Sport bleibt sich immer gleich".

Spaß macht Lernen leichter

Nachdem Jörg Fritsch den Schlüssel an Rektorin Angela Herger weitergereicht hatte, fragte sie in die Schülerrunde, welches denn ihr Lieblingsfach sei. Lautstark kam die Antwort "Sport". Schließlich sei er vor allem "cool" und werde oft nicht als Unterricht empfunden. "Wenn etwas Spaß macht, lernt man leichter", wusste die Rektorin.

Ehrengäste machen mit

Zum Ausklang der Übergabefeier brannte die 4. Klasse ein Feuerwerk an fast schon artistischen Einlagen mit Körperpyramiden und Einradfahren ab. Etwas leichtere Übungen absolvierten die Ehrengäste, bevor sie sich auf einem Rundgang von der gediegenen Ausführung im energetischen als auch benutzerfreundlichen Bereich überzeugten.

Die Bevölkerung erhielt ebenfalls die Gelegenheit, sich das neue Schmuckstück der schulischen Infrastruktur anzusehen. Die beiden Bürgermeister und Vertreter einiger beteiligter Firmen führten sie durch den Bau und erläuterten technische Feinheiten.
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