"So schön, schön war die Zeit"

Die "Blechlawine" aus Weiding (Bild) wechselte sich im Landgasthof "Zum Frauensteiner" mit "Konrady"s Dudelsack Musik" aus Domažlice ab. Bei der 10. Bayerisch-Böhmischen Musik- und Biernacht spielten sechs Musikgruppen in drei Weidinger Gasthöfen auf. Bild: Götz

Die zehnte Bayerisch-Böhmische Musik- und Biernacht wollte nicht enden. Unermüdlich spielten sechs Musikgruppen in drei Gasthäusern und brachten Menschen zum Singen und Tanzen ohne Grenzen.

(ggö) Im flotten Dreivierteltakt spielte "Milan Broucek's Hackbrettmusik" aus Pilsen schon kurz vor 20 Uhr im Gasthof "Post" zur zehnten Bayerisch-Böhmischen Musik- und Biernacht auf. Die "Neisteder Zoiglmusi" im Weidinger Hof dagegen fand nur schwer zum Ende. Immer und immer wieder forderten die Gäste "Zugabe". So wurde es eine lange Nacht für die über 300 Besucher bei dieser ganz besonderen Musikveranstaltung in unserem Landkreis an der Grenze zu Tschechien.

Dudelsack bis Tuba

Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee zeichnete wieder für die Organisation verantwortlich und so sind spürbar die Menschen mehr und mehr zusammen gekommen in den zehn Jahren des gemeinsamen Musizierens - nicht nur musikalisch. In den drei Gasthöfen herrschte von Anfang an beste Stimmung bei einer heißen Vollmondnacht. "Volles Rohr Blech" aus Waldmünchen spielte im Wechsel mit der Hackbrettmusik aus Pilsen in der Post. Die "Blechlawine aus Weiding" brach im Landgasthof zum Frauenstein mit der "Konrady's Dudelsack Musik" herein und im Weidinger Hof ließen "Svanda Crazy Banda aus Pilsen und die "Neisteder Zoiglmusi" aus Neustadt die Besucher in den höchsten Tönen schwelgen. In allen Gasthöfen wurde das kulinarische Angebot auf die Veranstaltung abgestimmt, damit die Gäste auch konditionell mithalten konnten.

"Heuer sind ganz schön viele Fremde da", meinte eine Tischnachbarin und freute sich dass nicht nur "Weidinger und Schönseer" die Veranstaltung mehr und mehr zu schätzen gelernt haben. Erich Schlicker, Irene Träxler und Monika Bayer begleiteten die Besucher mit Unterstützung ihrer tschechischen Kolleginnen durch die Musikveranstaltung. Viele Gäste waren nicht nur zum Zuhören gekommen, denn zu Polka, Walzer und Zwiefachen wurde fleißig getanzt.

Von Lokal zu Lokal

Der halbstündige musikalische Wechsel zwischen den böhmischen und bayerischen Musikgruppen sorgte für ein breites Musikangebot, während die Gäste nach kürzerer oder längeren Verweildauer von Lokal zu Lokal zogen. Gegen Mitternacht wurden dann die Musikinstrumente beiseite gelegt - nur im Weidinger Hof noch nicht.

Die "Neisteder Zoiglmusi", der Alfons, Franz und Dieter, mit der "Schrubb'n, Quetsch'n und der dicken Berta" (Gitarre, Akkordeon und Bassgeige), zauberten aus ihrem Repertoire Lieder die einfach mitrissen zum Singen und Tanzen. "So schön, schön war die Zeit". Erst lange nach Mitternacht, mehrfachen Zugaben und dem "Sierra madre" gingen auch im letzten Wirtshaus die Lichter aus.
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