So wertvoll wie Salz

Voll Stolz zeigen sie ihre nagelneuen Ministranten-Ausweise her: Alessandro Hey, Paul Arnold, Carina Murr, Elena Murr und Eva-Maria Schmidt (von links) verstärken das Team der Altardiener in der Pfarrei St. Laurentius. Nicht nur Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Gemeindereferentin Gabriele Gabriel freuten sich im Aufnahmegottesdienst über die neuen "Minis". Bild: gpa

Die Ministranten der Pfarrei haben Zuwachs bekommen: Fünf "Neue" wurden aufgenommen und gaben das Versprechen, Diener am Altar zu sein - und als Salz, dem weißen Gold, in den Augen der Gemeinde wertvoll zu werden.

"Du hast uns, Herr, gerufen und darum sind wir hier": Das Eingangslied in diesem Gottesdienst hatte besondere Bedeutung. Drei Mädchen und zwei Buben sollten ihr Versprechen geben, künftig als Messdiener am Altar zu stehen. "Es ist immer ein kleines Fest für die Pfarrgemeinde, wenn sie 'Neue' in den Ministrantendienst nehmen darf, denn damit hat sie die Zukunft", stellte Stadtpfarrer Thomas Jeschner nach dem festlichen Einzug fest.

Ein Satz aus dem Evangelium zog sich wie ein roter Faden durch die Auslegung von Gemeindereferentin Gabriele Gabriel und die Predigt des Stadtpfarrers. "Ihr seid das Salz der Erde" - dieser Satz erinnert daran, dass Salz früher so wichtig war wie Gold. Schon zur Lesung hatte Gabriel als Einstimmung darauf das Märchen vom Salz erzählt.

"Wertvoller Dienst"

"Es soll Symbol für euch sein, dass es ein wertvoller Dienst ist, den ihr verrichtet", sagte Stadtpfarrer Thomas Jeschner. "Ihr tragt stellvertretend für die Pfarrgemeinde die Opfergaben zum Altar; ihr sollt wie das Salz Würze im Leben der Pfarrei sein."

Der Ehrendienst sei auch mit Opfern verbunden, verlange Pünktlichkeit und Teamgeist, machte Jeschner deutlich und erinnerte an Tarcisius, den Patron der "Minis". Er habe ohne Rücksicht darauf, entdeckt zu werden, in der Zeit der Verfolgung im Auftrag eines Priesters heimlich gefangenen Christen die Hostie als den Leib des Herrn gebracht. "Tarcisius soll euch Vorbild sein, dem Herrn treu zu dienen."

"Ihr seid das Salz der Erde. Wenn es seinen Geschmack verliert, wirft man es weg." Der Satz war für die neuen Altardiener - Alessandro Hey, Paul Arnold, Carina Murr, Elena Murr und Eva-Maria Schmidt - die Überleitung zu ihrer Vorstellung.

Plakette als äußeres Zeichen

"Wir wollen in den Augen unserer Gemeinde kostbar sein, die durch uns Zukunft erhält", sagten die Mädchen und Buben darin unter anderem. "Salz bringt Eis zum Schmelzen. Vielleicht gelingt es uns sogar hie und da, den Eispanzer um manche Herzen aufzutauen oder verhärtete Fronten aufzubrechen."

Höhepunkt der Feier war die Segnung der Plaketten, das Zeichen der völligen Zugehörigkeit zu der Gemeinschaft der Ministranten und der Aufnahme in den liturgischen Dienst. "Gott segne dich für deinen Dienst", sagte Stadtpfarrer Thomas Jeschner zu jedem der fünf "Neuen", hängte ihm die Plakette um und begrüßte ihn mit Handschlag im Team der Altardiener der Pfarrgemeinde St. Laurentius.

Glückwünsche gab es auch von Gemeindereferentin Gabriele Gabriel sowie den Oberministranten und Gruppenleitern. Mit ihren Eltern und Geschwistern feierten die frisch gebackenen "Minis" nach der Messe im Seniorenclubraum, ihr neues Amt.
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