Sogar Instrumenten ist's zu heiß

Trotz der sengenden Hitze auf dem Seeleitengelände absolvierte René Pascal Bauer mit der Stadtkapelle Kemnath ein mitreißendes Sommerkonzert. Bild: jzk

Der Schweiß rannte bei Musikern und Zuhörern gleichermaßen. Die Sonne brannte auf die Seebühne, als Kemnaths Stadtkapelle zum zweiten Sommerkonzert aufspielte. Dank Bürgermeister Werner Nickl hielt das Ensemble die 90 Minuten problemlos durch.

Kemnath. (jzk) Nickl hatte den Musikern eine Sonderration gut gekühltes Mineralwasser spendiert. Sie wiederum wollten laut Moderatorin Elena Rodler die zahlreichen Gäste unter den Pavillons "mit unserer Blasmusik vom Schwitzen" abhalten. Rodler und René Pascal Bauer führten gekonnt durchs Programm.

Nach dem flotten Konzertmarsch "Abel Tasman" von Alexander Pfluger und dem Grußwort von Bürgermeister Nickl erklang vom gleichen Komponisten die "Apfelblüten-Polka". Bei dem Walzer "Lebensfreude pur" von Kurt Gäble lud Kapellmeister Bauer die Zuhörer zum Schunkeln ein.

Dass die böhmische Blasmusik die Domäne der Kemnather Musikanten ist, bewiesen sie eindrucksvoll bei der Polka "Böhmisches Blut" und den Walzern "Im schönen Prag" und "Rauschende Birken" von Ernst Mosch. Sehr gut kamen auch die "Steephans-Polka" von Pfluger und die Polka "B wie Böhmen" von Michael Kuhn an. Zwischendurch mussten die Musiker wegen der Hitze ihre Blasinstrumente immer wieder nachstimmen.

In ganz andere musikalische Gefilde entführten sie ihre Zuhörer mit der Titelmelodie zu der beliebten Fernsehshow "Musik ist Trumpf" mit Peter Frankenfeld (1975 bis 1981). Erinnerungen an das Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy weckte das Stück "Dick und Doof" von Quirin Amper. Auch bei der Ballade "You raise me up", der Titelmelodie des Films "Die große Sturmflut", stellten sie ihre musikalische Bandbreite unter Beweis. "Die Musik war meine erste Liebe und sie wird auch meine letzte sein" bekannte John Miles, der Komponist des Rockklassikers "Music". Diese Ballade zeichnete sich durch große Kontraste und vielfältige emotionale Passagen aus, die Bauer mit seinen Musikanten bestens meisterte.

Mit dem "Erzherzog-Albrecht-Marsch" von Karl Komzak und der Polka "Daheim in Böhmen" von Freek Mestrini kehrten sie zur bayrisch-böhmischen Blasmusik zurück. Bei der Polka "Ein halbes Jahrhundert" des Schweizers Very Rickenbacher ging das sehr melodiöse Trio besonders ins Ohr. Mit dem Militärmarsch "Alte Kameraden" von Carl Teike setzten die Stadtmusikanten einen glanzvollen Schlusspunkt. Als der Beifall nicht enden wollte, spielten sie den "Böhmischen Traum" von Ernst Gälle.

Zum nächsten Sommerkonzert kommen am 26. Juli die Pressather Musikanten zu einem Auftritt vor dem Kemnather Feuerwehrhaus.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.