Sogwirkung nach Unterschwaig

Sorgfältig vermörtelt wird der Grundstein, und die Gäste freuen sich: Von links Architekt Gerhard P. Wirth, Inhaber Wolfgang Wieland, Werkleiter Wolfgang Schmitt, Bürgermeister Michael Göth und stellvertretender Landrat Franz Birkl. Bilder: Gebhardt (2)

Die Franken kommen in die Oberpfalz - und sie bringen Arbeitsplätze mit. Wieland Lufttechnik investiert sechs Millionen Euro in eine neue Halle und verlagert die Produktion von Industrie-Saugern komplett von Erlangen ins Industriegebiet Unterschwaig. Zunächst pendeln 30 "Gastarbeiter", dann sollen noch rund 40 Einheimische eingestellt werden. Vakuum sieht anders aus.

Kapazitätserweiterung und angestrebte Verdoppelung des Umsatzes, das sind die Gründe, weshalb der europaweit führende Hersteller von Industriesaugern seine Fertigung vom Hauptsitz Erlangen komplett ins bisherige Zweigwerk nach Sulzbach-Rosenberg in die Eisenhämmerstraße verlagert. Geschäftsführer und Inhaber Wolfgang Wieland zeigte sich am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für die neue Halle überzeugt, "dass das eine goldrichtige Entscheidung gewesen ist". 27 Mitarbeiter schaffen schon hier, 31 aus dem Erlangener Raum werden per Shuttle-Bus pendeln (siehe Interview unten), weitere 40 sollen in den nächsten Jahren vor Ort eingestellt werden: "Etwa 100 Beschäftigte sind das Ziel in Sulzbach-Rosenberg!"

Anfänge vor 25 Jahren

Architekt Gerhard P. Wirth aus Nürnberg stellte die neue Halle vor, die gerade unter Regie des Bauunternehmens Goldbeck entsteht: In dem zwölf Meter hohen Gebäude werden tonnenschwere Industrie-Sauger stationär direkt auf die hineingefahrenen Lastwagen montiert. Schweißerei, Lackiererei sowie Blechbearbeitung und Lagerräume finden ebenso Platz auf den 5500 Quadratmetern.

An die Wieland-Anfänge erinnerte Bürgermeister Michael Göth: 1988 sei die Ansiedlung im Industriegebiet Unterschwaig eingeleitet worden, vor 25 Jahren lief die Produktion an. "Sulzbach-Rosenberg wird sich bemühen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Dazu gehört bis spätestens 2016 auch die Breitbandversorgung", versprach der Bürgermeister, der viel Lob für die zügige Bearbeitung der Baugenehmigungen durch die Stadt bekam.

Gemeinsam versenkten Wolfgang Wieland und seine Gäste dann die traditionelle Metallhülse in den Grundstein der neuen Halle, in der im Oktober die Produktion anlaufen soll. Insgesamt sechs Millionen Euro wird die Firma in Bau und Ausstattung investieren.
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