Soldat reißt Christusfigur Hände ab und lässt sie baumeln

Februar 1951 reißt an der deutsch-tschechoslowakischen Grenze ein Soldatentrupp die Egerländer Wallfahrtskirche der kleinen Ortschaft Wies nieder. Einer der Soldaten bringt aus der abgebrochenen Kirche ein Kreuz, tritt mit dem Fuß darauf und reißt die Christusfigur ab, so dass beide Arme des Gekreuzigten abbrechen. Die Holzteile samt dem Christuskorpus wirft er daraufhin in ein vorher entzündetes Feuer. Kurz darauf holt er die Figur wieder aus dem Feuer, legt dem Rumpf eine Schlinge um den Hals und hängt sie zwischen zwei Baumstämmen in der Straßensperre auf, so dass sie wie an einem Galgen über der Brandstelle baumelt. Ein deutscher Polizist, der das beobachtet hat, holt nach dem Abzug der Soldaten die Christusfigur über die Grenze herüber und übergibt sie dem damaligen Stadtpfarrer von Waldsassen. Der lässt sie in der Pfarrkirche zur Verehrung anbringen. (Quelle: Pfarrei Waldsassen)
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