Sommerkonzert im Geo-Zentrum

Eine schöne Tradition setzt sich fort: Viola Schweinfurter und Solisten aus großen deutschen Orchestern und dem Festspielorchester Bayreuth geben am Sonntag, 26. Juli, um 19 Uhr im Geo-Zentrum an der KTB wieder ein Sommerkonzert.

Windischeschenbach. In der Umweltstation Geo-Zentrum erfreut das von der bekannten Flötistin Viola Schweinfurter aus Bärnau zusammengestellte Quartett mit einem interessanten Programm aus Stücken des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Neben Schweinfurter an der Flöte kommen die beiden Mitglieder des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg, Veronika Patterer (Viola) und Michael Gareis (Violoncello), in die Oberpfalz. Das Quartett vervollständigt Artur F. Wendt (Violine), der bis zum vor kurzem erfolgten Eintritt in den Ruhestand dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz und dem Festspielorchester Bayreuth angehörte.

Das Programm umfasst ansprechende Stücke der Komponisten Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827), Johann Christian Bach (1735 bis 1782), Carl Stamitz (1745 bis 1801), Franz Anton Hoffmeister (1754 bis1812) und Joseph Fiala (1748 bis 1816).

Zwischen Dur und Moll

Ohne Ludwig van Beethoven wäre die Wiener Klassik vermutlich nie zu ihrer höchsten stilistischen Entwicklung geführt worden. Seine Kammermusik wird in der Musikwelt als völlig gleichrangig mit seinen berühmten sinfonischen Werken und den Klaviersonaten eingestuft. Von den nachfolgenden Komponisten wurde sie zum Vorbild genommen. Im Geo-Zentrum kommt eines seiner 16 Streichquartette zur Aufführung, in dem die plötzlichen Wechsel zwischen Dur und Moll klar die Tonsprache Beethovens erkennen lassen. Johann Christian, der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach, brillierte in seiner Zeit mit einer schwungvoll-eleganten Melodik und begründete mit seinem "singenden Allegro" das Markenzeichen des galanten Stils. Diese flüssige und fein geschliffene Schreibweise ist auch in seiner Kammermusik stets präsent, wovon eines seiner raffinierten Flötenquartette erklingen wird.

Mozart überzeugt

Der böhmische Oboist und Cellist Joseph Fiala steuert ein Duo für Flöte und Cello bei. Über seine Stücke äußerte Mozart: "Ich muss sagen, dass sie recht hübsch sind. Er hat gute Gedanken." Zwei Trios von Carl Stamitz, damals Violinist in der berühmten Mannheimer Hofkapelle des späten 18. Jahrhunderts, und von Franz Anton Hoffmeister, einem der bemerkenswertesten Komponisten seiner Zeit, der ganz nebenbei auch als Verleger von Beethovens berühmter Sonate Pathetique in Erscheinung trat, runden den Kammermusikabend ab.
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