Sonnenbrille reicht nicht

Eine Sonnenfinsternis wollen viele Menschen sich nicht entgehen lassen. Am 20. März ist es wieder soweit: Wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt, schauen viele gebannt in den Himmel. Aber bloß nicht ohne die Augen zu schützen, mahnt das Kuratorium für Gutes Sehen (KGS). Eine Sonnenbrille reicht definitiv nicht aus.

Stattdessen kann man zum Beispiel eine Folie vor der Öffnung - nicht am Okular - des Fernglases oder des Fotoapparates anbringen. Oder sich eine Schutzbrille etwa mit einem Rahmen aus Pappe zulegen. Dabei sollte man auch auf breite Bügel achten, damit von der Seite wenig Licht einfällt. Auf das Modell von der letzten Sonnenfinsternis greift man besser nicht noch einmal zurück: Es könnten Löcher in der Folie sein. Der Schutzfilter muss laut KGS mindestens eine optische Dichte von 5,0 aufweisen. So wird maximal ein Hunderttausendstel des Sonnenlichtes durchgelassen.

Wer auf den Schutz verzichtet, riskiert bleibende Schäden, die bis zur Erblindung führen können. Verbrennungen des Augenhintergrundes tun laut KGS am Anfang nicht weh, weil die Netzhaut keinen Schmerzimpuls sendet. (dpa)
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