"Sorgenbrecher" zum Zoigl

Sauber, in Dirndl und Lederhose, standen die Musiker der Blaskapelle Weiding beim Bayerisch-Böhmischen Blasmusikabend auf der Bühne. Und es waren auch Männer in schwarzen Hüten dabei.

Es war ein kurzweiliger Bayerisch-Böhmischer Musikabend, den die Blaskapelle Weiding und die "Vöichtacher Rucksack-Musi" am Samstag im Jugendheim den Besuchern boten. Polka, Walzer und Gstanzln standen für die musikalische Unterhaltung; die Speisenkarte machte dazu Appetit auf eine Brotzeit. Mit einem flotten Marsch eröffneten die Weidinger Musikanten das Programm. Dirigent Sepp Schneider bemerkte anschließend, dass die Mitwirkenden voller Tatendrang dieser Traditionsveranstaltung entgegenfieberten. Der Abend solle wieder ein musikalisches Erlebnis für alle werden.

Sepp Schneider mit Familie

Damit die Stunden auch eine Abwechslung vom Alltag bringen sollten, ging es mit der Polka "Sorgenbrecher" weiter. Zur Polka "Bewahrt das Feuer und auch das Licht" übergab der Schneider-Sepp den Dirigentenstab an seinen Sohn Michael. Mit Tochter Bianca sang er dieses alte Nachtwächterlied, das im Notenbuch der Musikkapelle einen festen Platz hat. Bei der "Bodensee-Polka" von dem in Weiding nicht unbekannten Alexander Pfluger, mit Kuhglocken und den vermeintlichen Klängen aus Alphörnern, fühlten sich die Besucher in die Weite der Bergwelt versetzt. Dass ein neuer Tag erst schön wird, wenn sich alle Menschen gut verstehen, hörte man von Sepp Schneider und Michael Schwarz bei einer Polka von Ernst Mosch.

Florian Scherbl, Vorsitzender der Blaskapelle, freute sich darüber, mit der "Vöichtacher Rucksack-Musi" Mitwirkende vorstellen zu können, die erstmals im Jugendheim dabei waren. Johannes Mathes und Stephan Prey (Flügelhorn), Michael Niebauer (Bass), Hans Niebauer (Bariton), Christian Niebauer (Tenorhorn) und Michael Fleischer (Akkordeon), hatten zwar keinen Rucksack dabei, aber ihr Markenzeichen ist der Auftritt mit schwarzem Hut. Ein Farbtupfer unter diesen Mannsbildern war Steffi Brunner (Flügelhorn) in ihrem Dirndl. Michael Niebauer dankte dem Veranstalter, dass sie mit ihrer Musik zur Unterhaltung beitragen können. Die Gruppe mache Musik "zwecks da Freid" ohne jegliche technische Unterstützung. Als Musikanten haben sie sich dem Erhalt und der Auffrischung der Wirtshauskultur verschrieben und sorgen auch dafür, dass sich auf den Tanzboden "etwas rührt".

Pascherwürste serviert

Mit dem "Gamsgebirgsmarsch" stiegen sie musikalisch in ihr Programm ein, zu dem auch "Zwiefache" oder das Lied vom "kleinen Floh" gehörten. Ebenso hörten die Besucher, dass man lustig sein müsse, denn mit der Traurigkeit komme man ja nicht weit. Zur Unterhaltung mit Musik und Gesang gab es einen extra gebrauten Zoigl, zu dem Pascherwürste, Geräuchertes oder Käse passten. Dazu hatten auch Bürgermeister Manfred Dirscherl und die Blaskapellen-Ehrenmitglieder Evi Horn, Hans Wirnshofer und Josef Ebenhöch Appetit.

Am Pfingstsamstag umrahmen die Weidinger Musikanten in Altötting den Pilgergottesdienst der Regensburger Fußwallfahrer und auch die Lichterprozession auf dem Kapellplatz. Anmeldung zur Mitfahrt beim Vorsitzenden Florian Scherbl, Telefon 09674/14 70. Fahrpreis: 20 Euro.
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