Souveräner Auswärtssieg des Tabellenführers bei Verfolger TSV Großbardorf
Weiden verteidigt Spitze

Weiden. Zwar stand am Wochenende offiziell der letzte Bayernliga-Vorrundenspieltag auf dem Programm, aber es verbietet sich, von einer Herbstmeisterschaft für die SpVgg SV Weiden (1. Platz/36 Punkte/17 Spiele) zu sprechen. Mit dem SV Viktoria Aschaffenburg (2./34/15) und dem TSV Großbardorf (6./30/14) können noch zwei Teams den Nordoberpfälzern den inoffiziellen Halbzeittitel abjagen. Sei's drum: Der Dreier in Großbardorf war für die Weidener Gold wert, da sie damit ihre hervorragende Ausgangsposition eindrucksvoll untermauert haben.

Die Wiedergutmachung der 1:5-Schlappe vom 27. Juli 2013 ist den Schwarz-Blauen eindrucksvoll gelungen. Nach dem Sieg in Forchheim und dem Unentschieden in Aschaffenburg ließen die Weidener nun im dritten Top-Spiel, das sie auswärts zu bestreiten hatten, einen weiteren Dreier folgen.

Großbardorf legte auf dem engen Platz los wie die Feuerwehr und machte von Beginn an Druck. Die "Gallier" hatten in der 16. Minute die erste Großchance: Bei einer Ecke sprang SpVgg-SV-Torhüter Dominik Forster unter dem Leder durch, aber Marcel Hölderle kam nicht an den Ball. Besser auf der Hut war Forster drei Minuten später, als er einen Schuss von Stahl aus 18 Metern problemlos hielt. Mehr war aber von den Gastgebern in der Folgezeit gegen eine erneut gut geordnete Weidener Abwehr nicht zu sehen. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 38. Minute, ehe die Schwarz-Blauen eine dicke Chance hatten: Hegenbart tauchte auf halbrechter Position frei vor Großbardorfs Keeper Julian Schneider auf, der jedoch Sieger blieb.

Besser machte es der Torjäger kurz vor dem Seitenwechsel: Nach einer Flanke von Johannes Scherm stand er der Mitte goldrichtig und vollstreckte eiskalt zum 0:1 (43.). Im unmittelbaren Gegenzug nach dem Anstoß war Stahl völlig frei im Zentrum, traf aber aus acht Metern den Ball nicht richtig. "In der ersten Halbzeit war es ein enges Spiel, in dem die Teams vorsichtig zu Werke gingen", analysierte Stadler. Die Abwehrreihen seien spielbestimmend gewesen, wobei seine Akteure "gezielte Nadelstiche gesetzt" hätten. In der Tat: Die Stadler-Elf präsentierte sich in bester Spitzenreiter-Manier und nutzte einen Stellungsfehler in der Defensive der "Gallier" effektiv zu einem für Großbardorf schmerzhaften Zeitpunkt aus.

Und es sollte noch dicker für die Gastgeber kommen. Denn für die Vorentscheidung sorgte kurz nach Wiederanpfiff Thomas Schneider. Sein Freistoß aus halbrechter Position schlug unhaltbar für TSV-Torhüter Schneider ein (49.) - binnen sechs Minuten hatte sich die SpVgg SV so auf die Siegerstraße gebracht. "Das waren Tore zum richtigen Zeitpunkt", sagte Stadler dazu.

Rot gegen Gastgeber

Die Unterfranken mussten nun notgedrungen noch offensiver agieren und eröffneten dem Tabellenführer somit mehr Platz zu Konterchancen. Allerdings stand erst einmal Weidens Schlussmann Forster im Mittelpunkt des Geschehens, als er in der 59. Minute gegen Manuel Leicht aus acht Metern reaktionsschnell mit dem Fuß parierte. In der letzten Viertelstunde verliefen sich die letzten Großbardorfer Hoffnungen im Sand, denn Stefan Piecha sah nach einem harten Einsteigen an der Mittellinie gegen Egeter, der durch den Schlag auf die Achillessehne auch ausgewechselt wurde, die Rote Karte (77.). Der TSV musste somit zum Schluss in Unterzahl agieren.
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