Soziale Höchstleistung

Mit dem Rogers Germany-Team Peter Bayer und Peter Kreuzer und zwei "Inklusions-Mannschaften" mit weiteren Azubis aus Berlin und Offenburg wollen die angehenden Mechatroniker bei den deutschen Meisterschaften von World-Skills, bestehen. Unser Bild zeigt die Teams beim Kennenlern-Training, beobachtet von den Ausbildern und Mitgliedern der Geschäftsführung. Bild: do

Höchstleistung bringen, ohne sozial Schwächere zurückzulassen. Die Eschenbacher Rogers Niederlassung versucht genau das und geht mit Inklusionsteams an den Start der deutschen Mechatroniker-Meisterschaft.

Deutschland gehört zu den Exportweltmeistern. "Das ist kein Zufall", sagt Johannes Beierl, Ausbildungsleiter von Rogers Germany in Eschenbach. Die Qualität deutscher Produkte sichere der Wirtschaft einen bedeutenden Weltmarktanteil. Gleichzeitig lobt der Lehrlingsausbilder das berufliche Bildungssystem der deutschen Wirtschaft und des Handwerks.

Die gute Ausbildung sei Garant hoher Qualität. Rogers Germany fördert diesen Qualitätsanspruch, indem das Unternehmen seine besten Azubis an nationalen und internationalen Berufswettbewerben teilnehmen lässt. Zum ersten Mal trafen sich in Eschenbach auf Vermittlung des Annedore-Leber-Berufsbildungswerkes Berlin Inklusionsschüler des Berliner Bildungszentrums mit Auszubildenden von Rogers und des tesa-Werkes Offenburg zu einem Kennenlern-Wettbewerb.

Ziel der Teilnehmer ist der Berufswettkampf der besten deutschen Mechatroniker bei den deutschen Meisterschaften von World-Skills auf der Didacta 2015 in Hannover. Dem Sieger winkt ein Flugticket zu den Weltmeisterschaften im August in Sao Paulo, Brasilien. Spannung ist deshalb schon jetzt garantiert, ging doch der Berufsnachwuchs von Rogers schon immer ambitioniert und chanchenreich in die Wettkämpfe. Wiederholt glänzten die jungen Mechatroniker mit Spitzenplätzen auf nationaler und internationaler Ebene, zuletzt bei den nationalen Meisterschaften und bei den Euro-Skills in Lille/Frankreich.

Dreizehn Teams, bestehend aus je zwei Nachwuchskräften, stellen sich der Leistungsprüfung. Mit dabei das Team "Rogers Germany" mit dem 18-jährigen Azubi Peter Bayer und dem 21-jährigen Peter Kreuzer, beide befinden sich im dritten Lehrjahr. "Ziel des Wettbewerbes ist es, jungen Menschen die Möglichkeiten der beruflichen Vielfalt aufzuzeigen und sie zu Höchstleistungen zu motivieren", bemerkte Ausbildungsleiter Johannes Beierl bei einem Trainingswochenende. "Mit den vom Wettbewerb ausgehenden Kommunikationsmöglichkeiten werde auch der technische Horizont aller Teilnehmer erweitert, urteilte Beierl.

Rogers Germany gehört zu den wenigen Unternehmen, die im Rahmen der World-Skills den Inklusionsgedanken fördert und durch Lernschwierigkeiten benachteiligten Azubis eine Chance gibt. Der angehende Mechatroniker Michael Pfleger erklärte sich bereit, gemeinsam mit dem Auszubildenden Niklas Caspereit vom Berliner Berufsbildungswerk (BBW) beim Wettbewerb anzutreten. Bei gleichen Voraussetzungen erfolgt der Start dennoch außer Konkurrenz. Ein weiteres Inklusionsteam bilden Konrad Köhler (BBW) und Benjamin Metzger (tesa-Offenburg).

Zum Probetraining trafen sich die beiden Mannschaften und das offizielle Team in der Lehrlingswerkstatt der Firma Rogers, um an der Station "Handhaben" fachmännisch eine Förderanlage zu errichten und zu programmieren. Als wertvolle Ratgeber begleiteten die Ausbilder Johannes Beierl (Rogers), Werner Heitz (BBW Berlin) und Tobias Wolter (tesa) die Teams. Mit großem Interesse beobachteten Personalchefin Anette Enders und Simone Lindovsky das Probetraining.
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