Sozialpädagoge spricht über Crystal und Heroin
Respekt statt Drogen

"Das Drogenproblem ist längst nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land präsent. Selbst in kleinen Orten. Betroffen sind alle Bevölkerungsschichten, oft Jugendliche aus gutem Hause." Das sagte Sozialpädagoge Gerhard Krones beim Evangelischen Frauenkreis zum Thema "Drogensucht - Anzeichen und Hilfe".

Wie erkennen Eltern, ob und wann ihre Kinder drogensüchtig sind, und wie sollen sie sich verhalten? Dieser Frage ging der ehemalige Drogenberater der Caritas in seinem zweistündigen Vortrag nach. Geht es um Drogenprobleme, spielt laut dem Sozialpädagogen das Elternhaus, der Umgang miteinander und der gegenseitige Respekt eine große Rolle. Je mehr die Jugendlichen Liebe, Wärme, Achtung und Wertschätzung erfahren und erleben, desto geringer sei die Gefahr, dass sie Drogen konsumieren. Achten sollten Angehörige laut Krones auf folgende Signale: "Das Kind geht eigene Wege, spricht nicht, hat kein Interesse und kapselt sich ab. Der Gesichtsausdruck verändert sich, die Pupillen sind weit. Bei Heroin sind Müdigkeit, verzögerte Reaktionen, Hautjucken im Gesicht und nervöses Kratzen die Symptome."

Wie aufgedreht wirkten die Betroffenen durch Speed, dem Vorläufer von Crystal (es enthält Amphetamin), während Ecstasy leicht und beschwingt mache. Die Konsumenten von Crystal fühlten sich bedroht und angegriffen und würden dadurch aggressiv, sie reden viel, machen ständige Mundbewegungen, die Haut verändere sich und im schlimmsten Fall würden sie paranoid, "das heißt, sie verkennen die Wirklichkeit". Krones empfiehlt, bei Problemen die kostenlose Drogenberatungsstelle aufzusuchen.
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