Spannung vor dem Derby

Auf Daniel Huber kommt am Freitag im Heimspiel gegen den offensivstarken EV Regensburg sicherlich viel Arbeit zu. Das Bild zeigt den Goalie der Blue Devils in einem der acht Oberpfalzderbys der vergangenen Saison. Bild: Gebert

Die Eishockey-Fans in der Oberpfalz fiebern seit Tagen dem ersten Derby in dieser noch jungen Oberliga-Saison entgegen. Am Freitag, 10. Oktober, um 20 Uhr ist es so weit: In der Weidener Hans-Schröpf-Arena stehen sich die Blue Devils und der EV Regensburg gegenüber.

Weiden. (gb) Im Vorjahr war es wie "Not gegen Elend", als sich die beiden Oberpfälzer Rivalen in der abschließenden Play-down-Runde gegenüber standen. Der EV Regensburg gewann die Serie mit 3:1-Siegen und sicherte sich den Klassenerhalt. Die Blue Devils standen als sportlicher Absteiger fest, nutzten aber nach dem wirtschaftlich bedingten Ausstieg der Schweinfurter die Chance zum Nachrücken. Heuer sind die Vorzeichen vor dem ersten Oberpfalzderby anders, denn beide Teams sind gut gestartet. Weiden ist nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Sechster, die Gäste aus der Bezirkshauptstadt stehen mit neun Punkten an der Tabellenspitze.

"Wie gehen die jungen Spieler mit dieser Situation um?", fragt sich Fred Carroll angesichts der zu erwartenden Atmosphäre im mit hoher Wahrscheinlichkeit ausverkauften Weidener Eisstadion. Mit Videoanalysen versucht der Devils-Coach, seine Mannschaft vor allem auf die starke Offensive der Gäste, die bereits 23 Treffer erzielten, einzustellen. "Wir müssen defensiv sehr kompakt stehen, nicht zu weit auseinander. Zudem müssen wir von der Strafbank fernbleiben, denn in Überzahl ist Regensburg sehr gefährlich", weiß Carroll. Was das Angriffsspiel betrifft, sei Geduld ganz wichtig: "Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen."

Patrick Schadt fällt aus

Die Vorbereitung auf das mit Spannung erwartete Match war für Carroll nicht optimal, denn Krankheiten und leichtere Verletzungen behinderten den Trainingsbetrieb. "Ich habe die ganze Woche nicht mit der kompletten Mannschaft trainieren können." Er geht aber davon aus, dass am Freitag mit einer Ausnahme alle auflaufen werden. Der erkrankte Patrick Schadt muss pausieren.

Die Regensburger Mannschaft hat sich ebenso wie das Weidener Team im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. Der neue Trainer ist Doug Irwin, der zuvor beim EHC Klostersee vier Jahre hervorragende Arbeit geleistet hat. Bei der Neubesetzung der Ausländerpositionen hatte der Sportliche Leiter Martin Ancicka offensichtlich ein glückliches Händchen. Der Tscheche David Stieler führt mit 18 Punkten die Scorerliste an, der Kanadier Louke Oakley ist mit acht Treffern der beste Torschütze. Unter den Neuzugängen sind auch vier ehemalige Weidener: die Verteidiger Florian Domke, Kevin Schmitt und Barry Noe sowie Stürmer Thomas Schreier. Nicht dabei ist allerdings Domke, der nach einem privaten Unfall noch einige Zeit pausieren muss.

Sonntag in Grafing

Das zweite Spiel am Wochenende bestreiten die Blue Devils am Sonntag, 12. Oktober, um 17.30 Uhr beim EHC Klostersee. Die Grafinger liegen mit sieben Punkten auf Rang fünf. Diese Platzierung haben sie vor allem ihrer Heimstärke zu verdanken, denn sie haben beide Heimspiele gegen Bad Tölz (7:0) und Erding (5:4) gewonnen. Den siebten Punkt holte der EHC beim 2:3 nach Verlängerung in Deggendorf. "Klostersee ist sehr heimstark. Wenn wir aber diszipliniert spielen, ist alles möglich", rechnet sich Fred Carroll etwas aus.

Blue Devils Weiden: Huber, Engmann - Herbst, Gejerhos, Willaschek, Ehmann, Zellner, Synowiec, Salinger - Waldowsky, Jirik, Voakes, Firsanov, Pronath, Nikiforov, Schopper, Kirchberger, Holzmann
Weitere Beiträge zu den Themen: Schröpf (1449)Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.