Spannung vor dem Derby

Oleg Seibel stürmt ab sofort für die Blue Devils. Bild: Gebert

Seit dem Wiederaufstieg der Blue Devils in die Oberliga gab es acht Duelle gegen den VER Selb - und immer setzten sich die Oberfranken durch. Am Freitag kommt es in Selb zur Neuauflage. Gibt es endlich wieder einen Erfolg? Doch nicht nur das Derby, auch die Heimpartie am Sonntag hat es in sich.

Weiden. (gb) Die Blue Devils (7./11 Punkte) sind mit vier Siegen und vier Niederlagen gut in die Oberliga-Saison 2013/14 gestartet. Im Vorjahr standen zur selben Zeit nur sechs Zähler auf dem Konto. Doch jetzt kommt es für die durch Verletzungen und Krankheiten arg gebeutelten Weidener knüppeldick. "Seit vier, fünf Wochen ist kein normales Training möglich. Und nun treffen wir nacheinander auf vier Top-Teams", sagt Coach Fred Carroll.

Bis zur Deutschland-Cup-Pause bekommen es die Blue Devils mit den Mannschaften auf den Plätzen zwei bis fünf zu tun. Auftakt ist am Freitag, 24. Oktober, um 20 Uhr das Derby beim VER Selb (2./18). Am Sonntag, 26. Oktober, gastiert um 18.30 Uhr der EC Bad Tölz (4./15) in der Hans-Schröpf-Arena. Danach folgen das Heimspiel gegen den EHC Freiburg (3./15) und das Nachbarduell bei den Bayreuth Tigers (5./14).

Firsanov-Einsatz fraglich

Mit Neuzugang Oleg Seibel, aber ohne die verletzten Marco Pronath und Dominik Schopper (siehe auch im Kasten) treten die Blue Devils am Wochenende an. "Wir dürfen keine 20 Tore von ihm erwarten, aber er ist ein zuverlässiger Spieler", lautet Fred Carrolls Urteil über Seibel, der in der Vorbereitung zwei Mal als Probespieler zum Einsatz gekommen war. Fraglich ist der Einsatz des erkrankten Konstantin Firsanov, der erneut die ganze Woche nicht trainiert hat.

"Wir haben nichts zu verlieren und können von solchen Gegnern nur lernen", sagt Fred Carroll vor dem wie immer mit Spannung erwarteten Derby beim amtierenden Oberliga-Süd-Meister VER Selb. Die Resultate der vergangenen zwei Jahre geben allerdings wenig Anlass zu Hoffnung, denn Weiden ging acht Mal in Folge als Verlierer vom Eis: 2:6, 0:2, 0:3 und 3:6 hieß es in Selb, 1:2, 1:4, 2:8 und 2:6 in der Hans-Schröpf-Arena. Doch vielleicht gibt es diesmal eine Überraschung, schließlich geht jeder Serie einmal zu Ende.

Das Match wird auch ein Duell der besten Sturmreihen hinter dem Regensburger Paradeblock David Stieler (31 Punkte), Louke Oakley (25) und Vitali Stähle (21), die bereits 77 Punkte auf dem Konto haben. Dahinter liegt das Selber Trio Jared Mudryk (19), Kyle Piwowarczyk (18) und Herbert Geisberger (14) mit 51 vor der Weidener Top-Reihe mit Marcel Waldowsky (18), Craig Voakes (17) und Ales Jirik (15) mit 50 Punkten.

Die Tölzer Löwen haben nicht die herausragenden Scorer in ihren Reihen, sie leben vielmehr von der Ausgeglichenheit. Sie gehören wie immer zu den sicheren Play-off-Kandidaten, auch wenn bisher Licht und Schatten wechselten. Das Team von Trainer Florian Funk gewann unter anderem in Selb mit 4:3, ging aber zum Beispiel in Grafing mit 0:7 unter.

Aufgebot Blue Devils: Huber, Engmann - Herbst, Gejerhos, Willaschek, Pöpel, Synowiec, Ehmann, Salinger - Waldowsky, Jirik, Voakes, Firsanov (?), Holzmann, Nikiforov, Zellner, Kirchberger, Schadt, Seibel
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