Sparkasse in der Erfolgsspur

Die Nummer 1 im Landkreis: (von links) Joachim Neuss, Gerhard Hösl, Josef Pflaum und Landrat Andreas Meier präsentierten für die Vereinigten Sparkassen eine gute Jahresbilanz 2014. Bild: Götz

Die Vereinigten Sparkassen Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß haben 2014 ihre führende Position im Landkreis ausgebaut. Eine Fusion ist zurzeit überhaupt kein Thema.

Neustadt/WN. (ms) Am Freitag präsentierten die Vorstände Josef Pflaum (Sprecher) und Gerhard Hösl dem Zweckverbands- und Verwaltungsrat die Erfolgszahlen für 2014. Anschließend erläuterten sie den Medien die Ergebnisse. "Es war ein gutes Jahr. Es hat sich sehr stabil entwickelt", betonte Pflaum.

Gute Zuwachsraten

Die Bilanzsumme kletterte um 2,1 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. Der ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 1,62 Millionen Euro.

Ein wichtiger Posten in der Bilanz sind die Kredite. Die Forderungen an Kreditinstitute, inklusive Eigenanlagen, belaufen sich auf 670 Millionen Euro und die Forderungen an Kunden auf 576 Millionen Euro. Das ergibt ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber 2013. Die neu bewilligten Darlehen erreichen 106,9 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent).

Die Kundeneinlagen stiegen um 3,1 Prozent auf 932 Millionen Euro.

Dass die Sparkasse aus dem operativen Geschäft ein gutes Ergebnis erwirtschaftet hat, ist vor allem auch auf das erfolgreiche Vermittlungsgeschäft mit den Partnern in der Sparkassen-Gruppe zurückzuführen. Die Provisionserträge liegen in etwa unverändert bei 6,9 Millionen Euro, ebenso wie der Zinsüberschuss von 29,3 Millionen Euro. Die Erlöse bei den Versicherungen summieren sich auf 1,0 Million Euro, beim Bausparen auf 697 000 Euro und bei den Wertpapieren auf 1,1 Millionen Euro.

Hohe Eigenkapital-Quote

Zugelegt hat die Sparkasse beim eigenen Kapital. Es stieg um 7 Millionen auf 137,4 Millionen Euro. Das ergibt eine Eigenmittel-Quote von fast 20,5 Prozent (gefordert sind 8 Prozent). Damit befinde sich Neustadt in Bayern mit ganz vorne und sei für alle Anforderungen gut gerüstet, bestätigten Pflaum und Hösl einmütig. Auch die Verwaltungsratsvorsitzenden Joachim Neuss und Landrat Andreas Meier wollen zurzeit von einer Fusion nichts wissen. Von ihnen kam ein "klares Nein". Es gebe keinerlei Gespräche und auch keine Notwendigkeit. "Wir sind gut aufgestellt." Ein Thema ist natürlich wie bei allen anderen Kreditinstituten auch die Niedrig- oder Nullzinspolitik. Die Auswirkungen seien gravierend. Der Zinsüberschuss schmelze ab. Die Vorstände überlegen daher, wie Kosten gespart und die Erträge gesteigert werden können. Am Kundenservice soll sich aber nichts ändern. Die Sparkasse sehe sich schließlich als Beratungshaus.

Keinen Zweifel lassen die Banker daran, dass die Zukunft den Apps und Smartphones gehört. "Wir werden eine Multikanal-Sparkasse", prophezeite Hösl. Immer mehr Produkte würden online-fähig. So könnten schon bald kleine Kredite auch im Internet geordert werden.
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