SPD-Chefin Elli Dreßler warnt: Durch Sanierung der Mittelschule nicht zu viele neue Schulden zu ...
Tür für Windräder zunächst zugeschlagen

Floß. (bey) "Der Marktrat kann nicht Gremium für irgendwelche Selbstdarsteller sein." Mit dieser Aussage beschrieb SPD-Vorsitzende Eli Dreßler die Stimmung und Situation im Flosser Gemeindeparlament. Gleichfalls sieht sie erhebliche Defizite in der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Dies gehe soweit, dass allein schon der Weg in die Sitzung zur Anspannung werde.

Rund 20 Besucher, darunter eine Abordnung der CSU mit Armin Betz, Rita Rosner und Harald Gollwitzer, waren zum SPD-Frühschoppen am Faschingssonntag ins "Weiße Rössl" gekommen. Ausführlich befasste sich Dreßler mit dem Thema Windenergie, das seit 2011 im Marktrat Thema sei. Aufgrund des Beschlusses im Januar, den Antrag auf Herausnahme von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zurückzunehmen, ergebe sich jetzt die Frage, ob damit die kommunale Windkraft in Floß erledigt sei. Ebenfalls aber müsse gefragt werden, ob künftig noch Investoren Interesse an einem derartigen Projekt im Markt hätten.

Die Sprecherin räumte ein, dass nicht jeder bei Windkraft in lautes "Hurra" ausbreche. Es stehe aber fest, dass ein derartiges Vorhaben generell erst vom Landratsamt geprüft werde. "Momentan ist aber die Tür zugeschlagen", resümierte die SPD-Chefin.

Den Umbau der Schule nannte Dressler sehr wichtig, wobei aber auch andere Maßnahmen nicht außer Acht gelassen werden dürften. Es sei notwendig, jetzt in diese Thematik einzusteigen, ansonsten könne das Vorhaben in den nächsten Jahren nicht mehr geschultert werden. Vielleicht könne eine neue Schule auch Schüler aus anderen Orten dazu bewegen, nach Floß zu gehen. Dennoch dürfe die Überschuldung nicht in die Höhe getrieben werden.

Beim Ausschuss "Zukunft Floß" sieht die SPD-Vorsitzende das von der CSU beschworene Miteinander nicht mehr im Vordergrund stehen.

Hinsichtlich des Umganges im Marktgemeinderat wurde erneut CSU-Mann Harald Gollwitzer für die von ihm eingeleitete Prüfung des Projektes Schule mit einem anderen Architekten kritisiert. Ebenso zeigte Dreßler kein Verständnis für die Forderung der CSU, die Einladungen zu den Marktratssitzungen künftig umfangreicher zu gestalten. "Die bisherige Einladungsform hat sich seit 18 Jahren bewährt."

In der Diskussion prallten die Meinungen pro und kontra Windkraft aufeinander. Ein Gesprächsteilnehmer bemerkte, er sei heilfroh, dass die Windkraft nicht gekommen sei: "Windkraft bringt momentan nichts." Die Antwort kam postwendend. Windkraftgegner würden mit keinem Satz erwähnen, wie alles besser gemacht werden könne. "Aber schimpfen und jammern kann ich immer", meinte der Diskussionsteilnehmer. Bürgermeister Günter Stich machte deutlich, dass nach Zurücknahme des Antrages auf Herausnahme von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet und der damit verbundenen Beschlussfassung in der Sitzung des Marktgemeinderates am 12. März künftig für das gesamte Gemeindegebiet Anträge auf Genehmigungen für Windkraft gestellt werden könnten.
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