SPD kämpft ums Überleben

Angetreten für zwei Jahre, um den Mitgliederschwund zu stoppen, sind (von links) Reinhold Tafelmeyer, Wolfgang Braun, Adolf Schuller, Erika Striegl, Alexandra Schwerin-Fortner und Fraktionschef Rainer Vater. Bild: bk

"Ein Problem brennt uns unter den Nägeln. Mittlerweile sind wir auf 18 Mitglieder geschrumpft. Das Durchschnittsalter liegt bei 64 Jahren." Vorsitzender Reinhold Tafelmeyer forderte deshalb in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, neue Mitglieder zu gewinnen. Es geht ums Überleben des SPD-Ortsverbands.

Tafelmeyer, Stellvertreter Wolfgang Braun und Schriftführer Adolf Schuller bleiben weitere zwei Jahre an der Spitze. Für Karl Klier, der nach nahezu 40-jähriger Tätigkeit nicht mehr antrat, führt nun Alexandra Schwerin-Fortner die Kasse. In dieser befindet sich dank der Wahlkampfkosten-Senkung ein stattliches Guthaben. Als Beisitzerin fungiert Erika Striegl. Revisoren sind Horst Krauß und Karl Klier.

Langsam kämen schon Bedenken wegen der anhaltenden Flüchtlingswelle, erklärte der Vorsitzende. "Wir sind gefordert, aber nicht überfordert. Das müssen wir stemmen", ermutigte Tafelmeyer. Der Ortsverein habe sich mit einem Stand an der Marktweihnacht sowie am Kinderferienprogramm beteiligt. "Die SPD-Fraktion erlebt inzwischen die Unterstützung in allen Gemeindeteilen. Es macht Spaß. Wir bekommen aber auch viel Schelte", stellte Sprecher Rainer Vater fest. Trotz negativer Aspekte überwiege das Positive in der Gemeinderatsarbeit. "Wir haben versucht, konstruktiv mitzugestalten, Ideen eingebracht, die Hausaufgaben gemacht und waren um bürgerverträgliche Umsetzung bemüht", betonte Vater. Unter dem Oberbegriff "Sparmaßnahmen" führte er die von Andreas Solter intensiv vorbereitete Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED an. Leider hätten die anderen Fraktionen das auf 10 000 Euro reduzierte Baukindergeld abgelehnt.

Anträge kommen an

Erstmals zum Tragen gekommen sei der Antrag zur Ferienbetreuung. Die Einführung des Formblatts "Der aufmerksame Bürger" sei ebenfalls der SPD zu verdanken. Auf Anregung Solters könne der Jugendraums in der OWV-Hütte nach einem Gespräch zwischen Bürgermeister und OWV genutzt werden.

Zusatzbeiträge für die Wasserversorgung erhebe der Zweckverband Mantel-Weiherhammer nur für Weiherhammer und Trippach, informierte Vater. Er verteilte noch ein Lob an die einheimischen Gewerbebetriebe: "Sie arbeiten wirklich sehr gut zum Wohle auch der Gemeinde."
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