SPD-Kreisräte besuchen das Maffeigelände - Viel ehrenamtliche Arbeit
Erbe der Bergleute bewahren

Beeindruckt zeigten sich die Kreisräte der SPD von dem, was auf Maffei alles geleistet wurde. Bilder: swt
50 000 Euro stellt der Landkreis Amberg-Sulzbach für Sanierungsarbeiten auf Maffei bereit. Die Kreisräte der SPD-Fraktion machten sich ein Bild des Bergbaumuseums Maffei und der Arbeiten, die ehrenamtliche Helfer des Fördervereins Maffeispiele leisten. Vorsitzender Michael Grüner führte die Delegation durch das Gelände.

Bei den Sanierungsarbeiten werden das Dach und der Zwischenboden der Maschinenhalle 2 komplett erneuert. Die durch eindringendes Wasser beschädigten Balken werden ersetzt und Mauern instandgesetzt.

Dem Landkreis obliegt als Besitzer der Maffeischächte die Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung. Seit 2003 kümmert sich der Förderverein mit derzeit 180 Mitgliedern um den Erhalt der Montananlage. Dort wurde 1978 das letzte Erz gefördert. Danach verfiel das Gelände zusehends. Bergknappen bauten dann 2000 den ersten Schaustollen, um das Erbe ihrer Zunft zu retten.

Aber erst die Idee des Auerbachers Detlef Müller, mit einer virtuellen Grubenfahrt Erinnerungen an den Bergbau in Szene zu setzen, brachte den Stein so richtig ins Rollen. Der Förderverein Maffeispiele wurde gegründet; die gleichnamigen Festspiele im Sommer sollten dem Erhalt des Bergwerks dienen. Mittlerweile sind die sommerlichen Events aber eher die kleineren Veranstaltungen. Mit der Bergwerksweihnacht lockt der Förderverein jährlich tausende Besucher nach Nitzlbuch. Die Einnahmen finanzieren größere Anschaffungen wie das feste Bühnendach, das im Juni installiert wurde.

Aber das Geld fließt auch in Baumaßnahmen. Die größte davon war der neue Schaustollen, der als Leaderprojekt von der EU und auch vom Landkreis gefördert wurde. Aber die unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden auf dem Gelände bewirken letztlich die Instandhaltung.

Beeindruckt zeigten sich die SPD-Kreisräte Joachim Bender, Reinhold Strobl, Veronika Frenzel und Winfried Franz vom Gelände und vom Engagement, wobei sich Franz Liebhaber der Bergbaugeschichte entpuppte. Eingeladen zu diesem Rundgang hatten die Auerbacher Kreisräte Günter Cermak, Elisabeth Kolleng und Angelie Leißner.
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