SPD: Streit immer ein Eigentor

Wie die Bebauung von voll erschlossenen Baulücken Wasser- und Abwassergebühren stabilisiert, demonstriert der Ensdorfer SPD-Vorsitzende Hans Ram (Zweiter von rechts) hier am Plan eines Ensdorfer Siedlungsgebiets dem Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Winfried Franz, stellvertretender Landrätin Brigitte Bachmann, Kreisvorsitzendem Reinhold Strobl und Bezirksrat Richard Gaßner (von links). Bild: sön

Die Schlagzeilen über eine zerstrittene Bayern-SPD gefallen dem Kreisvorstand der Sozialdemokraten nicht. So meinte Georg Söldner zum Landesparteitag, "dass die Pronold-Gegner, die Gegenkandidat Walter Adam vorschickten, nach meiner Meinung ein Eigentor geschossen haben".

(sön) Das öffentliche Austragen von internen Differenzen zeige weder Geschlossenheit noch Miteinander, sei "keine gute Sache" kritisierten auch Kreisrat Michael Rischke (Ursensollen) und Uwe Bergmann (Schnaittenbach).

Den Antrag der Ensdorfer SPD an den Gemeinderat, "bei Besitzern von voll erschlossenen Baugrundstücken die Verkaufs- oder Tauschbereitschaft zu erkunden", stellte Ortsvorsitzender Hans Ram vor. Man habe den Ist-Zustand analysiert und sehe derzeit keine Notwendigkeit für ein weiteres Baugebiet, "da dies gegenüber dem Schließen von Baulücken mehr Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen sowie Gehsteige und somit steigende Gebühren bedeutet".

Die beiden bei der jüngsten Kreistagssitzung eingereichten SPD-Anträge stellte Fraktionsvorsitzender Winfried Franz vor. So sei es beim Antrag zur Abfallwirtschaft unter anderem Ziel, das Beitragsniveau zu halten und die niedrige Basis abzusichern, "während ein weitere Gebührensenkung unrealistisch erscheint". Der Antrag "Radwegebau im Einzugsgebiet Ursensollen" sei mit der Ausarbeitung eines Radwegekonzepts wichtig für die bauliche Perspektive und touristische Attraktion des Landkreises.

"Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie direkt am Amberger Klinikum nimmt jetzt konkrete Formen an", berichtete Bezirksrat Richard Gaßner. Die Grundstücksverhandlungen zwischen Bezirk und Klinikum seien abgeschlossen, es ginge in die Planungsphase. Baubeginn sei 2017, die Fertigstellung für 2019 vorgesehen.

Bei der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Winbuch nannte Kreisvorsitzender Reinhold Strobl dessen Bau "eine tolle Sache". Zuerst sei nach der Schließung des Wirtshauses ein Schützenheim geplant gewesen, erzählte Ludwig Spies, der 2. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. Stolz ist er bei dem 2001 begonnenem Bau darauf, "dass alle örtlichen Vereine zusammengearbeitet haben, alles in Eigenleistung geschafft worden ist". Nun werde das Haus von allen Vereinen genutzt, stehe auch für Privatfeiern zur Verfügung.
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