Spielleiter Stefan Tilch weist mit 47 Jahren ein beachtliches Schaffenspotenzial auf
Ein Tausendsassa des Theaters

Stefan Tilch. Bild: tr
Stefan Tilch studierte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und italienische Philologie. Von 1995 bis 2002 war er Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper in München und inszenierte dort auch. Als Regisseur arbeitete er unter anderem in München, Dortmund, Heidenheim, Kaiserslautern, Innsbruck und beim Opernfestival auf Gut Immling.

Am Landestheater Niederbayern inszenierte er bisher unter anderem "Piaf", "Landshuter Erzählungen", "Das Fest der Krokodile", "Die tote Stadt", "Der Rosenkavalier", "Don Giovanni", "Schikaneder", "Don Carlos", "Elissa", "Dido and Aeneas", "Marseillaise", "Francesca da Rimini", "Harry und Sally", "Leutnant von A.", "La Rondine", "Der Bedeutende", "My Fair Lady", "Die 39 Stufen", "Die Csárdásfürstin", "Spamalot", "Manon", "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", "Der Kontrabass", "Carousel", "Comedian Harmonist", "West Side Story", "La Cage aux folles" und "Hiob".

Seit August 2002 ist er Intendant des Landestheaters Niederbayern mit festen Spielstätten in Landshut, Passau und Straubing. Beachtung fanden seine Interpretationen von Georg Friedrich Händels "Acis and Galatea" im Münchner Cuvilles-Theater in der Spielzeit 2001/02 sowie seine, für das Südostbayerische Städtetheater am Fürstbischöflichen Opernhaus in Passau geschaffene Don Giovanni-Inszenierung, "Mozart" sowie "Francesca da Rimini" von Riccardo Zandonai.

2014 inszenierte er für die Luisenburg-Festspiele die "Comedian Harmonists". Die letzte Landshuter Fürstenhochzeit ist die erste, die seine Handschrift trägt. Stefan Tilch gilt auch als Entdecker verschollener, beziehungsweise selten gespielter Raritäten wie "Francesca da Rimini" sowie Stücke des italienischen Autors Gabriele D'Annunzio. In eigener Neuübersetzung ins Deutsche inszenierte er 2003 dessen "La città morta" ("Die tote Stadt") am Stadttheater Landshut.

In seinem Bemühen, die künstlerische Qualität eines relativ kleinen Hauses zu heben, holte er namhafte Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner nach Passau und Landshut. Darunter Jonathan Lunn (J. Offenbach: "Orpheus in der Unterwelt") und den Briten Ultz (Mozart: "Die Zauberflöte"). Als Drehbuchautor arbeitete er an den Filmen "Pain au chocolat" (1999) und "Prélude" (1996) mit.
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