Spielraum für Investitionen

Kein Pappenstiel: Die Gemeinde investiert heuer 628 926 Euro. Dies sei möglich, weil sie 2014 gut gewirtschaftet habe, sagte Bürgermeister Gerhard Scharl. VG-Kämmerer Sven Lederer mahnte aber mit Blick auf die in den nächsten Jahren geplanten Vorhaben zur Sparsamkeit.

Bechtsrieth. (fz) Insgesamt orientieren sich die Zahlen der Gemeinde Bechtsrieth nach oben. Erfreulich, dass der Vermögenshaushalt gegenüber dem Vorjahr um 80 277 Euro auf 628 929 Euro geschraubt werden kann, und das ohne Kreditaufnahme. Aber auch der Verwaltungsetat steige um 139 308 auf 1 665 574 Euro.

Bei den laufenden Einnahmen plant die Gemeinde 40 000 Euro als Schulumlage von Irchenrieth ein, 18 450 Euro aus der Kfz-Steuer, 93 000 Euro Kanalgebühren, 68 000 Euro Wasserverbrauchsgebühren, 15 000 Euro Konzessionsabgabe von der EON, 6700 Euro Grundsteuer aus der Landwirtschaft und 68 400 Euro aus dem übrigen Grundstücksbesitz.

Hohe Schulumlage

Die Gewerbesteuer setzt die Gemeinde von 60 000 Euro im Vorjahr auf 80 000 Euro hoch. Mit 470 000 Euro schlägt der Gemeindeanteil an der Gewerbesteuer seiner Bürger zu buche. Bechtsrieth erhält 355 420 Euro Schlüsselzuweisungen vom Freistaat. Fast genauso viel, nämlich 341 813 Euro, muss das Rathaus als Kreisumlage an den Landkreis überweisen. Für die Feuerwehr sind als laufende Ausgaben 15 500 Euro vorgesehen.

Außerordentlich hoch erscheint die Schulumlage an Pirk: Für zehn Kinder muss die Gemeinde 34 000 Euro berappen. Im Vergleich: Für 32 Kinder aus Irchenrieth erhält Bechtsrieth nur 40 000 Euro. Kindergarten: Der Zuschuss des Freistaates und der Gemeinde (halbe-halbe) steigt von 131 000 Euro auf 205 000 Euro und der von der Gemeinde zu übernehmende Betriebskostenanteil von 10 000 Euro auf 15 000 Euro.

Für den Wegeunterhalt sind 20 000 Euro angesetzt und für den Winterdienst 15 000 Euro. 50 808 Euro fließen als Umlage an den Abwasserzweckverband. Für 25 000 Euro kauft die Kommune Fremdwasser ein. 14 000 Euro zahlt sie Zinsen, und 132 443 Euro erhält die VG Schirmitz.

Wichtig für eine Gemeinde sind die Investitionen, die sei aus eigener Kraft schultern kann. Aus den laufenden Einnahmen werden 54 165 Euro Altschulden getilgt und 153 031 Euro den Investitionen zugeführt. Hier sind für die Schule 10 000 Euro, für Kinderspielplätze 40 000 Euro, für die Pirker Straße in Trebsau 45 000 Euro Planungskosten 283 000 Euro Ausbaukosten vorgesehen.

Der Ausbau des Regenüberlaufbeckens in Trebsau mit Erschließung des Baugebiets "Am Mühlbach" ist mit 83 500 Euro kalkuliert. Für den Hochwasserschutz erhielt Bechtsrieth 7100 Euro. 2015 sind 126 250 Euro angesetzt. Die Sanierung des Wasserhochbehälters wird 80 000 Euro verschlingen. Aufgrund der früher schon erfolgten Investitionen wird es so kommen, dass 110 000 Euro Verbesserungsbeiträge auf die Anschließer umgelegt werden.

Schulden sinken

Nach bereits 50 000 Euro im Vorjahr ist der gleiche Betrag für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos festgeschrieben. Man wird 54 165 Euro Altschulden tilgen, aber für die Finanzierung aller Investitionen 99 695 Euro aus den Rücklagen entnehmen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung wird von 510 Euro am Jahresbeginn auf 405 Euro zum Jahresende zurückgefahren. VG-Kämmerer Lederer kündigte an, dass bei der Durchführung der in den nächsten Jahren geplanten Maßnahmen selbst unter Ausschöpfung der Fördermöglichkeiten mit neuen Schuldenaufnahmen gerechnet werden muss.
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