Sprache ist kein Hindernis

Heinz Kett (Vierter von rechts) bat am Mittwoch zum Gespräch. Kommunalvertreter aus Bayern und Tschechien zeigten sich vom Geschehen im Skilanglaufzentrum Silberhütte beeindruckt. Das galt nicht nur für die Winterspiele der Schulen sondern für das gesamte Angebot in der Freizeiteinrichtung. Bild: nm

Schüler aus Bayern und Tschechien kennen bei den Winterspielen die sonst hohen Barrieren in der Kommunikation nicht. Sie verständigen sich in der Bewegung - unkompliziert und ohne Probleme.

Das Lachen der Kinder ließ die triste Witterung vergessen. Bereits zum sechsten Mal fanden im Skilanglaufzentrum Silberhütte die Bayerisch-Böhmischen Winterspiele der Schulen statt. 300 Buben und Mädchen hatten keine Probleme mit der Verständigung, sondern viel Spaß an Sport und Spiel.

Der Mittwochvormittag gehörte ganz ihnen: Schüler aus Pleystein, Mitterteich, Neustadt/WN, Altenstadt/WN, Plößberg, Weiden, Tachov (CR), Bor (CR) und Stribro (CR) durften mit ihren Lehrern aus vier Angeboten auswählen. Heinz Kett, Rektor in Pleystein, hatte mit einer Schar an Helfern die vergnüglichen Stunden vorbereitet.

Winter-Traumlandschaft

In den Mittelpunkt rückte das Team den Skilanglauf. Egal ob jemand zum ersten Mal auf den schmalen Brettln stand oder schon Erfahrung hatte, es ging um die Freude an der Bewegung an der frischen Luft. Am Biathlonschießstand zeigte sich, dass es gar nicht so leicht ist, die kleinen Scheiben unter Belastung mit dem Lasergewehr zu treffen. Weniger Meter entfernt ging es steil den Berg hinunter - nicht auf Langlaufskiern, sondern auf dem Schlitten oder dem Bob. Ein außergewöhnliches Erlebnis bot sich für die Wandergruppen. Sie stiegen jenseits der Grenze auf den Aussichtsturm am Großen Rabenberg hinauf. Und dann löste sich der Nebel auf und machte dem strahlend blauen Himmel Platz. Der Blick über die Winter-Traumlandschaft verschlug fast den Atem.

Mit dem Motorschlitten

Richtig spannend wurde es für einige der jungen Sportler nach den aufgetischten Leberkässemmeln und Getränken. Dafür sorgte die Bergwacht. Die Buben und Mädchen durften mit auf die Motorschlitten steigen und am Fuß des Entenbühls einige Runden drehen. Offizielles währenddessen im Funktionsgebäude: Heinz Kett lud die gekommenen Kommunalpolitiker zur Gesprächsrunde ein. Mit dabei waren die stellvertretende Bürgermeisterin von Tachov Jana Hrckova und Petr Myslivec, Bürgermeister von Bor.

Auf deutscher Seite beteiligten sich die stellvertretende Landräte von Tirschenreuth und Neustadt/WN Dr. Alfred Scheidler und Albert Nickl, sowie der Plößberger Bürgermeister Lothar Müller. Hana Kriemer übersetzte die Wortbeiträge in der Runde. Das war gleich ein Thema. Bei den Erwachsenen wirke sich die Sprachbarriere für das Miteinander der Menschen in beiden Ländern hinderlich aus. Ganz anders sei das bei den Kindern. Die würden solche Handicaps beiseite schieben. Übereinstimmend beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Engagement des Förderkreises für das Skilanglaufzentrum Silberhütte. "Erst zusammen mit der Gemeinschaft ist es möglich, die Winterspiele und die dahinter steckenden Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen", erklärte Kett. Und das sei hoch einzuschätzen.

Auf Schulsport abgestimmt

Der Pädagoge hat seit Jahren das Ziel im Auge, Kinder für den nordischen Sport zu begeistern: "Das schafft du am besten, wenn die Lehrer vom Stellenwert des Langlaufs überzeugt werden können." Nicht nur in der Theorie sondern genauso in der Praxis. Kett wickelt dazu speziell auf den Schulsport abgestimmte Kurse ab.
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