Sprechstunden mit Kinderärzten

Seit Jahresende 2014 gibt es in Kemnath keinen Kinderarzt mehr. Die Suche läuft auf vollen Touren. Und: "Es schaut nicht schlecht aus", verkündete Bürgermeister Werner Nickl in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Kemnath. (stg) Nickl verwies in seinem Kurzbericht auf die Suchaktion, die vor zwei Wochen über den Radiosender Antenne Bayern gelaufen war (wir berichteten). Sein besonderer Dank galt Claudia Kallert aus Tremmersdorf, langjährige Mitarbeiterin in der Kinderarztpraxis, die immer wieder so intensiv nachgehakt hatte, bis der Radiosender das Thema aufgegriffen hat.

Sitz geht nicht verloren

Aktuell liefen Gespräche mit möglichen Interessenten, berichtetet der Rathauschef. Details daraus konnte Nickl noch nicht mitteilen. Es sei aber zweifellos so, dass die Chancen, eine Lösung für Kemnath zu finden, durch die Aktion deutlich gestiegen seien. Vorläufige Entwarnung gab der Bürgermeister auch hinsichtlich der Gefahr, dass der Kinderarzt-Sitz in Kemnath demnächst endgültig verloren gehe. Hier habe es Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung gegeben. Diese sei ebenfalls sehr daran interessiert, dass der Sitz wiederbesetzt werde. Aus diesem Grund könne man jetzt in Ruhe und ohne Stress sondieren und verhandeln.

Nickl informierte weiter darüber, dass in Kemnath derzeit an den drei Standorten Cammerloherplatz, Zwergau und Hahneneggaten 36 Asylbewerber untergebracht seien. Insgesamt gebe es aktuell Platz für 40 Personen. Darüber hinaus sei noch weiterer Wohnraum für den Bedarfsfall vorhanden. "Es werden wohl noch weitere Asylbewerber kommen", zeigte sich Nickl überzeugt. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich in der Betreuung der Flüchtlinge engagieren.
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