Sprung auf Platz zwei

Die Bayernliga-Tischtennisspielerinnen des SV Neusorg sind in der Form ihres Lebens. Mit dem glatten Heimsieg gegen Wolframs-Eschenbach II stießen sie sogar auf den zweiten Platz nach vorne. Und das ohne ihre Nachwuchshoffnung Tamara Wegmann.

Neusorg. (gsr) Zu einem in dieser Höhe niemals erwarteten 8:3-Erfolg kamen die Damen des SV Neusorg in der Bayernliga, zumal sie auch weiterhin auf ihre Nummer eins, Tamara Wegmann, verletzungsbedingt verzichten müssen. Den Grundstein zum Sprung auf den zweiten Tabellenplatz legten die Neusorgerinnen dabei bereits in den Eingangsdoppeln. Sowohl Christina Stock-Schönfelder mit Neu-Partnerin Isabella Roth als auch Heidi Philipp mit Elke Pöhlmann hielten die Gäste jeweils in vier Durchgängen nieder.

In den Einzeln fertigte Stock-Schönfelder ihre Gegenüber im Schnelldurchgang ab. Nach einer 2:1-Satzführung sah es auch bei Heidi Philipp nach einem weiteren Zähler aus. Doch Veronika Seitz ließ nicht locker, holte sich Durchgang vier und zwang die Neusorgerin im Entscheidungssatz in die Verlängerung. Hier hatte die Gästeakteurin dann mit 12:10 das glücklichere Ende für sich.

Eine ähnliche Konstellation gab es auch im hinteren Paarkreuz. Elke Pöhlmann hatte keinerlei Mühe gegen die überforderte Katharina Messerer, während Isabella Roth mit Corinna Salbaum eine äußerst harte Nuss zu knacken hatte. Auch sie führte bereits mit 2:1-Sätzen, auch hier holte sich die Gästespielerin den nächsten Satz und auch hier stand im fünften Durchgang die Verlängerung an. Doch Roth behielt die Nerven und sorgte mit einem 11:9 für einen beruhigenden 5:1-Zwischenstand.

Im Duell der Einser das altbekannte Spielchen: Christina Stock-Schönfelder führte mit 2:1, Veronika Seitz holte sich den vierten Satz, der fünfte musste die Entscheidung bringen. Wie schon gegen Philipp hatte auch hier Seitz das glücklichere Ende für sich. Gegen Julia Fuckerer ließ Heidi Philipp nichts anbrennen und stellte den alten Abstand wieder her. Überraschend deutlich musste sich Elke Pöhlmann gegen Corinna Salbaum geschlagen geben, bevor die aus der "Zweiten" aufgerückte Isabella Roth erneut "in die Bütt stieg". Nervenstark behielt sie gegen Messerer die Ruhe und setzte sich in vier Sätzen durch.

Das letzte Match eröffnete Elke Pöhlmann gegen die zuvor zwei Mal siegreiche Veronika Seitz. Nach einem 4:11 im ersten Satz schien alles seinen erwarteten Gang zu gehen. Doch Pöhlmann kam zurück, und wie: 11:5 und 16:14 bevor sie den vierten Satz wieder abgeben musste. Doch davon unbeeindruckt zog sie ihr Spiel durch und holte sich den fünften Satz mit 11:8. Damit Spiel, Satz und Sieg für die Neusorgerinnen.

Was wäre wenn? Das fragen sich die Neusorgerinnen, wenn sie nicht zu Saisonbeginn gerade die Begegnung gegen die SpVgg Greuther Fürth so leichtfertig verschenkt hätten.

Landesliga Nordost: SV Neusorg II - SC 04 Nürnberg 8:4

Eine ganz wichtige Begegnung stand für die "Zweite" nach den doch eher ernüchternden vorangegangenen Partien an. Doch auch die Gäste wollten sich im Abstiegskampf Luft verschaffen und zeigten dies auch bereits in den Eingangsdoppeln, die sie ausgeglichen gestalteten. Für Neusorg hatte Isabella Roth mit Jannika Zangmeister gepunktet. Das sich anschließende Spitzenpaarkreuz schien die Neusorger Hoffnungen schnell im Keim zu ersticken. Sowohl Julia Todoli als auch Isabella Roth kamen überhaupt nicht zurecht und mussten ziemlich deutlich abgeben. Doch der SVN hatte ja auch noch das hintere Paarkreuz. Dabei musste Carolin Roth schon alles aufbieten, um nach einem 0:2-Satzrückstand ihr Match doch noch umzubiegen. Auch Jannika Zangmeister lag zurück, ehe das erst 12-jährige Ausnahmetalent die Begegnung doch noch zum 3:3-Zwischenstand drehte.

Nun musste wieder die Spitze ran. Jetzt ließen aber sowohl Todoli als auch Isabella Roth kaum mehr Gegenwehr zu. Als dann auch noch Carolin Roth und abermals Jannika Zangmeister, diesmal nervenstark mit einem 11:1 im fünften Durchgang, ihre Begegnungen durchgebracht hatten, war beim Stand von 7:3 die Vorentscheidung gefallen. Zwar gab Carolin Roth gegen die Einser, Daniela Schmidt, noch ab, doch Julia Todoli brachte ihr Match relativ locker durch und sorgte damit für den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.
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