Sprung ins Lichtermeer

Der vier Meter hohe Trompetenbaum aus Edelstahl soll die neue Hauptattraktion auf dem Weihnachtsmarkt werden. Mit einem Durchmesser von vier Metern und 7000 Blättern bietet er einen imposanten Anblick. Alleine an diesem Werk arbeiteten Eismann und seine fleißigen Helfer über ein halbes Jahr.

Hütten dürfte ab Sonntag auch aus dem Weltall zu sehen sein. Grund ist der Weihnachtsmarkt im Garten von Karl-Heinz Eismann. 70 000 Lampen sorgen für ein imposantes Schauspiel. Die Vorbereitung nahm viel Zeit und Organisation in Anspruch. Doch nicht alle sind begeistert.

Die Premiere im Vorjahr bezeichnet Karl-Heinz Eismann rückblickend als Testlauf. "Wir haben unsere Erfahrungen gemacht, positive wie negative, und reagieren in diesem Jahr entsprechend darauf." 12 000 Besucher lockte der Weihnachtsmarkt im Garten bei der Erstauflage an.

Mit mindestens der gleichen Anzahl rechnet Eismann auch heuer. Und die wollen zwischen all den leuchtenden Kreaturen auch unterhalten und versorgt werden. "Drei Verkaufsstände sind geplant. Eine Viertel Tonne Gyros, 5000 Paar Bratwürste, dazu Pommes, diverse Burger nebst Glühwein und weiteren Getränken warten auf die ersten Gäste." Zur Bewirtung der Besucher ist Eismann auf die Unterstützung seiner Verwandten und Freunde angewiesen. Daneben sind jeweils Samstag und Sonntag, teilweise auch freitags sowie mittwochs, musikalische Live-Auftritte geplant - bis auf das erste Wochenende. "Am 5. Dezember machen die ,Three Voices' den Auftakt, gefolgt von ,Funny Sounds' am 6. und ,Blue Jeans' am 7. Dezember", erläutert Karl-Heinz Eismann das Unterhaltungsprogramm. Mittwochs soll immer ein deutsch-amerikanischer Chor auftreten.

Ärger mit Nachbarn

Flyer und Plakate kündigen den Markt in Grafenwöhr und Umgebung an. Von Sonntag, 30. November, bis Dienstag, 6. Januar, hatte Eismann ursprünglich geplant, seinen Markt täglich für Besucher zu öffnen. "Doch leider sind nicht alle Nachbarn von meiner Idee begeistert und intervenierten beim Bürgermeister." Bei einer Gesprächsrunde mit Edgar Knobloch, Karl-Heinz Eismann und den Anwohnern der Straße erzielte man einen Kompromiss. So verlegt der Gastgeber sämtliche Verkaufsstände samt Kinderkarussell von der Straße auf sein Grundstück.

Dazu muss das Markttreiben am 24. und 25. Dezember ruhen und Eismann bereits an Silvester um 0 Uhr den Betrieb komplett einstellen. Doch nicht alle Nachbarn sind dem Weihnachtsmarkt gegenüber ablehnend eingestellt. "Ich bin mit meinen Strom-Kapazitäten am Limit angelangt. Die Sicherungen machten nicht mehr mit. Deswegen freue ich mich, dass mir ein Nachbar mittels Baustromzähler unter die Arme greift", berichtet Eismann.

Von den 70 000 Lampen sei fast die Hälfte nicht mehr funktionsfähig gewesen. "Die LED-Leuchten haben Wasser gezogen und sich ausgelöst. Die Fehlersuche gestaltete sich kompliziert und nahm gewiss über 100 Stunden in Anspruch." Seit 1. November ist Eismann rund um die Uhr mit Aufbau und Vorbereitungen beschäftigt. "Mein Schwiegervater und ein ehemaliger Lehrling hatten die Hauptarbeit, weil ich immer erst nach meinem Job abends mithelfen konnte. Vor 23 Uhr kam ich seitdem nicht mehr ins Haus", gewährt Eismann Einblick in seinen Tagesablauf. (Hintergrund)
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