Spuren von Liebe hinterlassen

Mit Blumen und einem Fotoalbum verabschiedeten Kirchenpfleger Josef Meckl und Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Lang (von links) den ehemaligen Pfarrvikar Marianus Kerketta. Er feierte die Messe mit Geistlichem Rat Antony Soosai, Pater Dr. Sahaya Raj und dem neuen Pfarrvikar Julius (von rechts). Bild: pi

Bernhard Lang brachte es auf den Punkt. "Die vielen Menschen heute zeigen, wie beliebt Sie bei uns sind", sagte der Sprecher des Pfarrgemeinderats zu dem inzwischen in Waldsassen als Pfarradministrator tätigen Marianus Kerketta. Der ehemalige Pfarrvikar hat am Sonntag offiziell Abschied genommen.

"Sie haben sich sehr gut entwickelt", stellte Lang fest. Deshalb habe der Geistliche auch schon nach eineinhalb Jahren eine verantwortungsvolle Stelle im Nachbarlandkreis Tirschenreuth erhalten. Dank galt auch dem Geistlichen Rat Antony Soosai. "Durch ihn sind sie gut vorbereitet nach Waldsassen gegangen."

Vorausgegangen waren der von Kerketta, Soosai sowie dem neuen Pfarrvikar Julius und Pater Dr. Sahaya Raj gefeierten Messe der Kirchenzug sowie die Begrüßung durch Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte und der Ministranten. Den Gottesdienst gestaltete der Kirchenchor mit Reinhold Schultes an der Spitze, wobei der Leiter selbst als Solist das "Ave verum" sang. "Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen", zitierte Soosai Albert Schweitzer und wusste: "Du hast viele Spuren von Liebe hinterlassen."

"Immer für uns da"

Dabei erinnerte der Pfarrer neben Kerkettas Liebe zur Oberpfälzer Küche und zum Dialekt vor allem an dessen Leistungen. "Du hast schnell Kontakt gefunden und Zeugnis deines Glaubens gegeben. Persönlich warst du für mich ein sehr hilfsbereiter Mitbruder und guter Freund." "Offen, aufgeschlossen und fleißig" ist der ehemalige Pfarrvikar für Josef Meckl. "Sie waren immer für uns da", sagte der Kirchenpfleger. Gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderatssprecher übergab er ihm Blumen und ein Fotoalbum.

Kerketta sprach von liebevoller Aufnahme und dankbarer Erinnerung. In Anspielung auf das in wenigen Tagen endende Schuljahr blickte er zurück auf den September 2013: "Damals bin ich als Schüler gekommen, der viel zu lernen hatte." Da habe er vor allem Antony Soosai viel zu verdanken. "Er war Mitbruder und Freund, niemals Chef", sagte Kerketta und bezeichnete ihn als Vorbild. Im Übrigen sprach er von einer wunderschönen Pfarrei mit lieben Menschen. "Die eineinhalb Jahre waren für mich ein Segen."

Beim Stehempfang im Saal des Pfarrheims, den der Kirchenchor eröffnete, hob Bürgermeister Johann Maurer die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und Gemeinde hervor und überraschte den ehemaligen Pfarrvikar mit einem Glaswappen. Für den Ministranten der Pfarrgemeinde sagte der Sprecher des Arbeitskreises, Alfred Bergler, "Vergelt's Gott", und Reinhold Schultes hatte als Geschenke zwei von seinem Bruder, Geistlichen Rat Max Schultes, verfasste Bücher dabei. Kerketta selbst versicherte, sich in Neukirchen zu St. Christoph wie daheim gefühlt zu haben. "Besuchen sie mich in Waldsassen, sie sind herzlich willkommen", lud er in seine neue Wirkungsstätte ein.
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