SpVgg SV kann wieder jubeln

Die SpVgg SV Weiden hat ihre Talfahrt gestoppt. Die Schwarz-Blauen entschieden das Oberpfalzderby beim SV Seligenporten mit 1:0 für sich. Damit fügten sie nicht nur den Klosterern die erste Saisonniederlage zu, sondern feierten nach fünf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier.

Weiden. (ssl) Trainer Tomás Galásek war mit der Leistung seiner Mannschaft zwangsläufig zufrieden. "Grundlage für den Sieg waren der Wille und die Leidenschaft meiner Mannschaft", nannte er den Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben wirklich super dagegengehalten." Gleichzeitig blickte er etwas sorgenvoll auf die Pokal-Aufgabe gegen den FC Amberg am Dienstag um 19 Uhr (Anstoßzeit verlegt) im Sparda-Bank-Stadion: "So eine laufintensive Spielweise kostet Kraft. Ich hoffe, wir haben bis Dienstag genug Zeit zur Erholung."

Auf der anderen Seite war Seligenportens Trainer Florian Schlicker bedient: "Wir sind selbst schuld. Hinten machen wir leichte Fehler und vorne haben wir einfach keine Ideen entwickelt."

Schnelle Partie

In der M.A.R-Arena in Pyrbaum entwickelte sich von Anfang an ein intensives und schnelles Bayernligaspiel. Beide Teams agierten taktisch diszipliniert und ließen ihren Kontrahenten durch frühes Attackieren kaum zur Entfaltung kommen. Seligenporten hatte zunächst etwas mehr vom Spiel und kam nach zwölf Minuten durch Patrick Schwesinger zur seiner ersten Chance. Weidens Keeper Dominik Forster war zur Stelle und klärte zur Ecke. Nach und nach kamen die Schwarz-Blauen offensiv besser in die Partie. Und wurden prompt belohnt. Ein Abpraller von Torhüter Daniel Müller landete vor den Beinen von Christoph Hegenbart, der aus 16 Metern traf (16.). Nach fünf Spielen ohne Torerfolg zeigte Hegenbart in dieser Szene wieder Kaltschnäuzigkeit: "Ich bin natürlich glücklich über mein Tor und dass ich der Mannschaft helfen konnte."

Weiden bekam nun mehr Sicherheit in sein Spiel und agierte diszipliniert, während sich die Heimelf erst einmal vom frühen Rückstand erholen musste. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe Forster glänzend bei einem Versuch von Patrick Hobsch reagierte.

Vorentscheidung verpasst

Die Klosterer entwickelten nach dem Wechsel mehr Druck, während sich die SpVgg SV zunächst darauf beschränkte, die defensive Kompaktheit beizubehalten. Die ersten 15 Minuten dieses Durchgangs gehörten deshalb dem Heimteam. Es war immer wieder Forster, der gegen Patrick Schwesinger, Patrick Hobsch als auch Rico Röder parierte. In der Folge hatten die Nordoberpfälzer mehrmals die Gelegenheit, den Samstagnachmittag in ihrem Sinne ruhiger zu gestalten. Ralph Egeter und Michael Riester hatten mit einer Doppelchance das 2:0 auf dem Fuß. (62.), genauso wie Stefan Graf, dessen Schuss gerade noch auf der Linie geklärt wurde (70.). In der Schlussphase verbuchte der Gastgeber lediglich noch eine gute Chance bei einem Freistoß. Aber Hobsch fand in Forster seinen Meister. Mehr ließ die SpVgg SV auch dank verbesserten Zweikampfverhaltens und mannschaftlicher Geschlossenheit nicht zu.
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