SpVgg SV: Nicht wie im Vorjahr

Vier Tage nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen den Würzburger FV geht es für die SpVgg SV Weiden bereits wieder um Bayernliga-Punkte. Im Derby beim SSV Jahn Regensburg II wollen es die Schwarz-Blauen besser machen als vor zwölf Monaten.

Weiden. (af) Wenn heute um 19 Uhr der Anstoß im Stadion am Kaulbachweg erfolgt, dann müssen die Weidener das Vorjahresergebnis an gleicher Spielstätte aus dem Gedächtnis streichen. Voller Zuversicht waren die Nordoberpfälzer am 16. Juli 2014 in die Domstadt angereist, um den damaligen 1:0-Auftakterfolg gegen die SpVgg Bayern Hof zu untermauern. Nach einer durchwachsenen Leistung zogen sie jedoch mit 2:3 (1:3) den Kürzeren.

Im Rückrundenspiel am 31. Oktober 2014 war die SpVgg-SV-Mannschaft sogar völlig von der Rolle. Die Regensburger siegten mit 4:1 (1:1) und fügten dem Gegner die zu diesem Zeitpunkt erste Saisonheimniederlage zu. Eine Null-Punkte-Bilanz gegen den Jahn, das haben sich die Weidener Kicker geschworen, soll es in der Spielzeit 2015/16 nicht nochmals geben.

Mehr Selbstbewusstsein

Um sich auf die schwere Partie optimal vorzubereiten, hat SpVgg-SV-Coach Tomás Galásek zuletzt dosiert trainiert. Die Übungseinheit am Montag war nur mit wenigen Belastungsspitzen angereichert. "Wir haben mehr regeneriert, denn wir wollen gut vorbereitet sein", erklärte der Tscheche. Selbstbewusstes Auftreten, viel Ballbesitz und genaues Passspiel - das sind Dinge, die Galásek am Mittwochabend von seinen Spielern sehen will. Beim klaren 3:0 gegen Würzburg hatte der Ex-Profi genau diese Eigenschaften in manchen Phasen vermisst: "Ich war überrascht, dass meine Mannschaft nach dem frühen 1:0 nicht selbstsicher genug war. Da können wir zulegen."

An der personellen Besetzung des Kaders wird sich nichts verändern. Rafael Wodniok befindet sich im Lauftraining, ein Einsatz käme aber noch zu früh. "Wir schauen bei ihm von Tag zu Tag", meinte Galásek. Mit welcher Startformation der Tscheche beginnen wird, ließ er am Dienstag noch offen. Nur eines verriet er: "Die Anfangself wird anders sein, aber nur ein wenig."

Gut möglich, dass Josef Rodler von Beginn an eine Chance erhält. Der 21-jährige Neuzugang war nach seiner Einwechslung am Samstag sofort präsent und erzielte das vorentscheidende 2:0. Sollte Galásek auf die offensive Variante mit einem Sturmduo Egeter/Rodler und einem zurückgezogenen Christoph Hegenbart setzen, dann müsste ein Mittelfeldspieler weichen. Die wahrscheinlichste Lösung wäre dann, dass der gegen Würzburg unglücklich agierende Thomas Mallette auf der Bank Platz nimmt.

Hinter der Spielstärke der mit vielen Eigengewächsen durchsetzten U23 des SSV Jahn steht in dieser frühen Saisonphase noch ein dickes Fragezeichen. Insgeheim hoffen die Weidener, dass das Mannschaftsgefüge des im sechsten Jahr von Ilja Dzepina trainierten Gastgebers noch nicht gefestigt ist. Die 2:3-Auftaktniederlage beim Regionalligaabsteiger FC Eintracht Bamberg am ersten Spieltag bestätigt diese These. Nach einer frühen 2:0-Führung gaben die Südoberpfälzer, bei denen aus dem Drittligakader auch der Ex-Weidener Sven Kopp mitwirkte, die Partie noch aus der Hand. Der Bamberger Siegtreffer fiel in der 88. Minute.

Jünger trifft wieder

Drei der vier besten Jahn-Torschützen aus der Saison 2014/15 sind nicht mehr dabei. Markus Smarzoch (6 Tore) verabschiedete sich zum SV Rödinghausen. Mahir Hadziresic (12) und Tayfun Arkadas (8) sind noch gelistet, nahmen aber nicht mehr an der Vorbereitung teil. Aufpassen müssen die Weidener auf Andreas Jünger (7), der auch in Bamberg traf.
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