SpVgg SV nur Außenseiter

Die SpVgg-SV-Abwehr um Torwart Dominik Forster (rechts) und Innenverteidiger Martin Schuster (Mitte) muss in Seligenporten gut stehen. Der Tabellenzweite verfügt über eine gefährliche Offensive, was 14 Tore in fünf Spielen belegen. Bild: A. Schwarzmeier

Die Vorzeichen scheinen klar: Auf der einen Seite der bislang ungeschlagene Tabellenzweite SV Seligenporten, auf der anderen die seit fünf Spielen sieglose SpVgg SV Weiden. Aber im Fußball laufen Spiele oft anders als erwartet.

Weiden. (ssl) Eines ist klar: Die Voraussetzungen, dass die Schwarz-Blauen beim Regionalliga-Absteiger ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Saison feiern können, sind nicht die besten. In der Außenseiterrolle fühlt sich SpVgg-SV-Coach Tomás Galásek aber durchaus wohl: "Wir fahren nicht chancenlos nach Seligenporten. Natürlich sind wir nicht Favorit, aber vielleicht können wir für eine Überraschung sorgen."

Dazu soll der Schwung aus dem Pokalspiel am Mittwoch beim FC Chammünster mitgenommen werden, das die Weidener klar mit 8:0 gewannen. Zugegeben, der Gegner war ein Kreisligist und deshalb auch in allen Belangen unterlegen. Aber acht Tore müssen auch gegen einen solchen Gegner erst erzielt werden. "Dieser Sieg muss uns Selbstvertrauen geben. Die Jungs wissen eigentlich, wo das Tor steht", setzt Galásek darauf, dass endlich auch in der Liga der Knoten platzt. "Die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin gut, wir arbeiten konzentriert und jeder zeigt enormen Einsatz."

Der Psyche gut tut sicherlich auch die Erinnerung an die Vorsaison: In der 2. Runde des bayerischen Toto-Pokals gewannen die Weidener damals - dank eines Tores von Stefan Graf - mit 1:0 gegen Seligenporten.

Nachholspiel in Frohnlach

Der Gastgeber aus dem Markt Pyrbaum war am Mittwoch im diesjährigen Pokal-Wettbewerb mit 1:0 beim Bezirksligisten SK Lauf erfolgreich. Die Qualifikation für die 2. Runde ist aber nur eine Randnotiz. Wichtiger ist für Seligenporten die Meisterschaft, wo es wie geschmiert läuft. 13 Punkte aus fünf Spielen stehen im Moment zu Buche. Sollte das Nachholspiel beim VfL Frohnlach, das im Juli wegen eines heftigen Gewitters abgebrochen wurde, gewonnen werden, würde man sogar von der Spitze der Bayernliga Nord grüßen.

Einen derart positiven Saisonstart konnte der SVP nach dem Abstieg aus der Regionalliga Bayern, dem Abgang wichtiger Spieler wie Stürmer Marcel Mosch und einer starken Verjüngung des Kaders nicht erwarten. So hat es Trainer Florian Schlicker, selbst erst 34 Jahre alt und ein echtes Eigengewächs, geschafft, in der letzten Saison mit 61 Gegentoren löchrige Defensive zu stabilisieren. In der Offensive muss die SpVgg SV auf Patrick Schwesinger und Rico Röder (je 3 Tore) und den mit 4 Treffern gefährlichsten Schützen Patrick Hobsch, Sohn des früheren Nürnberger Profis Bernd Hobsch, achten.

Schlagerspiele warten

Das Spiel am Samstag (Anstoß: 15 Uhr) ist für die Wasserwerkelf der Auftakt für ein attraktives Wochenprogramm. Danach warten mit Heimspielen gegen zwei Oberpfälzer Konkurrenten interessante Begegnungen auf das Publikum. In der Bayernliga trifft man am Freitag, 21. August, um 19 Uhr auf den ASV Burglengenfeld. Eine Derby-Premiere, die aber noch vom Pokalschlager am Dienstag, 18. August, getoppt wird. Dann ist um 18.15 Uhr der FC Amberg im Sparda-Bank-Stadion zu Gast. "Das ist natürlich ein Highlight, auf das wir uns sehr freuen", sagt Galásek und fordert zunächst volle Konzentration auf die Bayernliga: "Wir denken von Spiel zu Spiel."

Galásek steht der Kader der letzten Spiele zur Verfügung. Martin Schuster kehrt nach einem privaten Termin wieder zurück, dagegen fehlt weiter Josef Rodler wegen Sprunggelenksproblemen.
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