SpVgg SV Weiden hofft gegen den VfB Eichstätt auf den dritten Sieg in Folge
Der Spitzenreiter am Wasserwerk

Weiden. Nicht nur das Ergebnis vom vergangenen Freitag stimmt zuversichtlich. Mindestens ebenso wichtig war, dass sich die Mannschaft den Dreier beim 1. SC Feucht mit einer geschlossenen Teamleistung verdient hat.

Eine solche wird auch nötig sein, wenn es am Samstag, 3. Oktober, um 16 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen Spitzenreiter Eichstätt geht. Ein besonders dicker Brocken, wie die Tabelle zeigt. Die Oberbayern haben seit acht Spieltagen die Spitzenposition inne. Mit 29 Punkten aus 13 Spielen (9 Siege/2 Remis/2 Niederlagen) haben sie drei Zähler Vorsprung auf den ärgsten Verfolger TSV Großbardorf (26).

"Klar sind wir Außenseiter, aber wir haben nichts zu verlieren. Eichstätt muss uns erst einmal schlagen", schlägt Josef Rodler durchaus forsche Töne an. Dass die Formkurve bei den Schwarz-Blauen nach oben zeigt, lässt sich sinnbildlich an Rodler ausmachen. In den letzten fünf Spielen war der Stürmer immer erfolgreich. Er steht aktuell mit acht Treffern sogar unter den Top 5 der Torjäger in der Bayernliga Nord. Der 22-jährige freut sich über den positiven Trend: "Natürlich läuft es bei der Mannschaft viel besser als zu Saisonbeginn. Davon profitieren auch wir Stürmer. Dann hast du auch das nötige Glück, an der richtigen Stelle zu stehen, oder der Ball fällt schon mal vom Innenpfosten noch ins Tor."

Vor allem in der Offensive hat sich die Elf von Trainer Tomás Galásek im Saisonverlauf gesteigert, was aber nicht zu Lasten der starken Defensive geht. Seit zwei Spielen steht hinten die Null. Die Weidener weisen mit 13 Gegentoren einen ähnlich guten Wert wie der kommende Gegner aus Eichstätt auf (12). "Wir wollen auch gegen den Spitzenreiter die Null halten. Dann ist zu Hause sowieso alles möglich", sagt Galásek.

Unschlagbar ist der Gast nicht. Vor allem auswärts offenbart die Mannschaft von Trainer Markus Mattes bisweilen Schwächen. So zog man zuletzt beim TSV Aubstadt mit 0:1 den Kürzeren. Der Eichstätter Höhenflug kommt etwas überraschend. In der vergangenen Saison vermied der VfB als Tabellen-13 der Bayernliga Süd nur knapp die Abstiegsrelegation. Heuer, nach dem Wechsel in den Norden, hat sich die Mannschaft sofort in der Spitzengruppe etabliert. Dabei hatte der VfB lediglich den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Dass es jetzt so gut läuft, liegt vor allem an der Ausgeglichenheit im Kader der Grün-Weißen. Bereits zehn verschiedene Spieler durften einen Torerfolg bejubeln, darunter auch der Ex-Ammerthaler Carmine de Biasi.

Die Vorzeichen für ein attraktives Spiel stehen also gut, auch weil Galásek "zwei spielerisch starke Teams" erwartet. Personell ändert sich bei den Max-Reger Städtern wenig. Matthias Heckenberger kehrt nach überstandener Grippe in den Kader zurück. Lediglich Enis Saramati klagt weiter über Knieprobleme. In der nächsten Woche soll eine Kernspintomographie genauere Aufschlüsse über die Verletzung liefern. Josef Rodler sieht die Partie als richtungsweisend an: "Wenn wir gewinnen, sind wir auf jeden Fall von unten weg." In der Torschützenliste möchte er gerne oben mit dabei bleiben: "15 Tore in dieser Saison wären cool."
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