SpVgg SV Weiden könnte am Mittwoch zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in die 1. ...
Und wieder lockt der DFB-Pokal ...

Torwart Florian Schürenberg war am 26. Mai 2009 der Held des Abends: Das damalige Verbandspokal-Halbfinale zwischen der SpVgg Weiden und SpVgg Unterhaching ging beim Stand von 3:3 ins Elfmeterschießen. Und hier hielt der damalige Torwart der SpVgg Weiden den siebten Elfmeter der Unterhachinger. Wenige Wochen später trafen die Weidener in der 1. DFB-Pokal-Runde auf Borussia Dortmund. Bild: af
Weiden. (lst) Die SpVgg SV Weiden und der Bayerische Toto-Pokal - das passt offenbar ganz gut zusammen. Denn nach 2009 stehen die Schwarz-Blauen am Mittwoch, 16. Mai, um 19 Uhr erneut im Finale und haben den Einzug in den DFB-Pokal vor Augen. Und wie vor sechs Jahren, damals jedoch bereits im Halbfinale, ist wiederum der Drittligist SpVgg Unterhaching der Gegner. Wir geben einen kurzen Einblick über die Pokal-Historie der Wasserwerk-Elf.

Für beide Mannschaften geht es neben dem Pokal und einer Siegprämie in Höhe von 5000 Euro auch um den lukrativen Startplatz in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde. Der bayerische Pokalsieger kann dort auf einen echten Pokalknüller gegen einen namenhaften Bundesligisten hoffen und sich zugleich über circa 140 000 Euro Fernsehgeld freuen, die jedem Teilnehmer zustehen. Während die Weidener nach dem Toto-Pokal-Sieg 2009 (1:0 gegen Wacker Burghausen) zum zweiten Mal im Endspiel stehen, ist es für die SpVgg Unterhaching die dritte Finalteilnahme. Sowohl 2008 (6:5 n. E. gegen die SpVgg Ansbach) als auch 2012 (4:3 gegen den SC Eltersdorf) setzten sich die Hachinger die Pokalkrone auf.

Fulminante Aufholjagd

Ziemlich genau vor sechs Jahren, exakt am 26. Mai 2009, gab es bereits einmal das Aufeinandertreffen im Toto-Pokal zwischen der SpVgg SV Weiden und der SpVgg Unterhaching. Im Halbfinale stand es zum Seitenwechsel 3:0 für Unterhaching, ehe Weiden eine fulminante Aufholjagd startete. Nach 90 Minuten lautete das Ergebnis 3:3 und im Elfmeterschießen behielten die Weidener mit 7:6 die Oberhand, da der damalige Torwart Florian Schürenberg den siebten Hachinger Elfer parierte. Nach dem 1:0 im Endspiel gegen Wacker Burghausen empfing der frisch gebackene Regionalliga-Aufsteiger am 1. August 2009 im DFB-Pokal Borussia Dortmund.

Gegen den haushohen Favoriten um Trainer Jürgen Klopp zeigten die SpVgg-SV-Kicker vor 9765 Zuschauern im ausverkauften Stadion eine klasse Leistung. Zwar ging der BVB in der 24. Minute durch Lucas Barrios mit 1:0 und später durch ein Tor von Nuri Sahin (46.) sogar mit 2:0 in Führung, doch Weiden gab nicht auf und kam durch Alberto Mendez (79.) noch einmal heran. Nach einer kurzen Drangphase kassierte Florian Schrepl aber eine Gelb-Rote Karte (86.). Dortmund konterte die SpVgg SV dann aus und Mohamed Zidan sorgte in der Nachspielzeit für das 3:1 und die endgültige Entscheidung.

Bei ihrem vorletzten Auftritt im DFB-Pokal, am 27. Juli 1991, schrammten die Weidener nur knapp an einer Sensation vorbei. Zu Gast im heimischen Wasserwerk-Stadion war vor 2000 Fans der SV Darmstadt 98, der damals wie heute in der 2. Bundesliga kickt. Nachdem die Gastgeber in der 48. Minute durch Andreas Wächter mit 1:0 in Führung gegangen waren, stand das Tor zur zweiten Runde weit und lange auf. Doch in der 77. Minute erzielte Stephan Täuber das 1:1 für Darmstadt. Das Spiel ging in der Verlängerung und dort waren die Darmstädter die etwas glücklichere Mannschaft. Wiederum Täuber sorgte mit seinem 2:1 in der 111. Minute für das Weidener Aus.

Allofs der Torschütze

Ihre Premiere im DFB-Pokal hatte die SpVgg Weiden am 4. August 1990. Zu Gast war vor 6000 Zuschauern der SV Werder Bremen. Bespickt mit elf Nationalspielern reisten die Bremer in die Oberpfalz. Und wie bei ihren späteren Auftritten gegen Darmstadt und Dortmund schnupperte der Underdog an einer Sensation. In der 17. Minute brachte Hans-Peter Asbeck die Hausherren in Führung, ehe Frank Neubarth den 1:1-Ausgleich erzielte (30.). Zehn Minuten später war es der heutige Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, Klaus Allofs, der das 2:1 für Bremen machte. Alles Anrennen der Weidener brachte nichts ein. Die Bremer zogen den Kopf aus der Schlinge und gewannen in dieser Saison sogar den DFB-Pokal.
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