SpVgg SV Weiden will FCA-Serie knacken

FC-Stürmer Tobias Wiesner (rechts) und der Ex-Amberger Friedrich Lieder (links) wollen beide den Ball. Im Hinspiel siegten die Weidener mit 2:0. Bild: Ziegler

Es ist angerichtet: Eigentlich ist zum Bayernliga-Derby zwischen der SpVgg SV Weiden und dem FC Amberg, das am Samstag (15 Uhr) im Stadion am Wasserwerk über die Bühne geht, alles gesagt. Aber nur eigentlich ...

Weiden/Amberg. (lst) Nach den vielen veröffentlichten Geschichten im Vorfeld der Schlagers zwischen dem Tabellenersten aus Weiden und dem Zweiten aus Amberg bleiben noch ein paar sportliche Fragen offen, die die Trainer Christian Stadler und Timo Rost aus taktischen Gründen vor der Partie verständlicherweise nicht umfassend beantworten wollen.

So richtig in die Karten blicken lässt sich keiner der beiden Coaches. Allerdings ist davon auszugehen, dass es in der Weidener Anfangsformation im Vergleich zum 1:0-Sieg beim SV Alemannia Haibach zumindest eine, wenn nicht sogar zwei Änderungen geben könnte. Denn nachdem bei den Schwarz-Blauen vor dieser Partie etliche Akteure kurzfristig mit der Grippe zu kämpfen hatten, sind inzwischen wieder alle Mann fit. Heißt, dass auch der zuletzt fehlende Thomas Schneider einsatzfähig ist, der - sollte Stadler eine offensive Ausrichtung wählen - ein Kandidat für die Startelf ist. Ebenso wieder voll bei Kräften sind Benjamin Burger und Stefan Graf.

Rost setzt auf Offensive

"Wir wissen um die Stärken und Schwächen der Amberger und werden uns entsprechend darauf einstellen", sagt Stadler, dem nicht mehr zu entlocken ist. Ein klein wenig konkreter äußerst sich da sein Amberger Kollege. Rost lässt, wie schon vor einer Woche im ersten Spitzenspiel gegen die SpVgg Jahn Forchheim, das 2:0 gewonnen worden war, erneut verlauten: "Wir werden wieder alles dafür tun, um zu gewinnen und unseren Fans ein tolles Spiel zu präsentieren", verspricht er und will dabei erneut auf den offensiven Stil setzen. "Wir können gar nicht anders."

Ob der Heimvorteil dabei das berühmte Zünglein an der Waage sein wird? Wohl kaum, denn die SpVgg SV hat lediglich 23 ihrer bislang geholten 51 Punkte im Sparda-Bank-Stadion eingefahren. 28 hingegen wurden auf den gegnerischen Plätzen geholt. Ähnlich lautet die Statistik des FC Amberg: Ebenso 23 Zähler stehen zu Hause zu Buche, auswärts waren es deren 26.

Diese statistischen Werte und die vielen anderen sind also nur begrenzt aussagekräftig. Das wissen die Trainer zur Genüge, die den jeweiligen Gegner zuletzt beobachtet hatten. "Der FC hat einen durchgehend starken Kader mit 20 gleichwertig guten Spielern zusammengestellt, der inzwischen zusammengewachsen ist. Amberg ist die stärkste Mannschaft der Rückrunde und hat in dieser noch kein Spiel verloren. Das heißt, wenn wir gewinnen wollen, müssen wir eine Erfolgsserie brechen", weiß der Weidener Trainer. Amberg habe viel Qualität und sei deshalb favorisiert, während seine Elf mit Teamgeist dagegenhalten wolle.

Ebenso respektvoll spricht Rost über die SpVgg SV. Die Eingespielheit und der Teamspirit seien die Hauptgründe für den bisher so erfolgreichen Auftritt der Weidener. Das habe sich bis zur Winterpause äußerst positiv bemerkbar gemacht. Und er schränkt aber ein: "Im Hinspiel, das wir 0:2 verloren haben, hat uns das noch gefehlt. Inzwischen sind auch wir und die anderen Spitzenteams eingespielt, so dass es für Weiden nicht mehr so leicht werden wird."
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