SRZ: Herr Rösel, warum werden nicht mehr Flächen mit diesen Kulturen angebaut?
Nachgefragt

Leo Rösel: Der Energieertrag pro Hektar ist viel geringer als beispielsweise bei Mais oder Getreide. Darum würde man viel mehr Fläche benötigen, um die selbe Energiemenge zu erhalten als bei Mais.

Wie könnte man zu mehr Ertrag auf den Feldern kommen?

Rösel: Um den Ertrag zu steigern, wird im Herbst zuvor Grünschnitt-Roggen angebaut und im Frühjahr geerntet. Dadurch hat man zwar mehr Masse zur Ernte, aber man muss zweimal säen und zweimal ernten, was annähernd die doppelten Kosten verursacht.

Wenn doch auch Nachteile bestehen, was spricht für den Anbau auf diese Weise?

Rösel: Die Vorteile überwiegen trotzdem bei Anbau dieser Kulturen, auch wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen nur zu einem gewissen Anteil auf den Flächen des Betriebes angebaut werden können. Neben den verschiedensten Energiepflanzen werden noch Mais, Braugerste, Brot- und Futtergetreide auf den Feldern gezogen.

Somit stehen Energiepflanzen und Nahrungsmittelproduktion nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bilden eine Symbiose in der Fruchtfolge und erhöhen die Biodiversität in unserer Heimat. (rtw)
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