Staatshilfen reichen nicht

Die finanzielle Situation der Gemeinde Leonberg bleibt weiter äußerst angespannt: Trotz der Stabilisierungshilfen in Höhe von 170 000 Euro ist ein Ausgleich des Haushalts nicht möglich.

Bürgermeister Johann Burger zeigte sich im Gemeinderat erfreut über die staatliche Unterstützung, machte aber deutlich, dass weiterhin eine Deckungslücke in Höhe von 211 417 Euro bestehe. Der mit anwesende Kämmerer Harald Eckstein informierte, dass dieser Betrag in den Folgejahren 2015 oder 2016 abfinanziert werden müsse.

Die Finanzverwaltung der VG Mitterteich habe noch einmal jede Stelle im Verwaltungshaushalt durchleuchtet. Dabei habe man noch einmal knapp 25 000 Euro einsparen können, was aber an der Gesamtsituation nichts ändere. In diesem Zusammenhang wurde bedauert, dass der Gewerbesteueransatz heuer von 35 150 Euro auf nunmehr 27 200 Euro habe gesenkt werden müssen. Bürgermeister Johann Burger machte deutlich, dass der Haushalt 2015 so schnell wie möglich zu erstellen sei. Erst nach einer Genehmigung durch das Landratsamt könne die Gemeinde dann mit den veranschlagten Investitionen beginnen.

Positiver Ausblick

Kämmerer Eckstein versprach, dass er den Leonberger Haushalt im neuen Jahr als ersten erstellen werde, und zeigte sich zuversichtlich, dass die Zahlen 2015 besser ausfallen werden. "Leonberg wird weniger Abgaben zu leisten haben und wird mehr Zuweisungen erhalten." Eckstein erklärte, dass die Gemeinde Rücklagen bilden sollte, um Situationen wie in diesem Jahr künftig besser abfedern zu können.

Mit Blick auf die geplanten Investitionen stellte Bürgermeister Burger klar, dass die Jugendheimsanierung oberste Priorität genieße. Erst dann sei der Breitbandausbau an der Reihe - voraussichtlich in den Jahren 2017 und 2018. Alois Männer (CSU) und Ortssprecherin Sonja Schmid (Hofteich) teilten diese Ansicht nicht - beide stellten die Wichtigkeit von Breitbandanschlüssen heraus und forderten ein schnelleres Vorgehen.
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