Staatsmedaille für Verdienste

Vor 31 Jahren übernahm Angelika Birner mit ihrem Ehemann die Geschäftsführung des Familienbetriebs Sebald in Dürnsricht. Seitdem entwickelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Baustoff-Fachbetriebe in der Oberpfalz. Für ihre Verdienste wurde Birner nun in München ausgezeichnet.

Im Namen von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner verlieh Staatssekretär Franz Josef Pschierer am Montag die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft. Unter den zwölf Ausgezeichneten war auch Angelika Birner. In seiner Laudatio hob der Staatssekretär hervor, dass die Geschäftsführerin - nachdem sie die Firma 1984 zusammen mit ihrem Gatten übernommen hatte - die Produktpalette kontinuierlich erweitert hätte. In einer Zeit, in der die Wirtschaft nicht boomte, hätte sie den mutigen Schritt gewagt, in dem neuen Gewerbegebiet am Schafhof einen neuen Produktionsstandort anzusiedeln - "mit großem Erfolg", wie Pschierer betonte. Denn im Jahr 2008 sei der Standort umfassend erweitert woden. Die Mitarbeiterzahl habe sich seit der Betriebsübernahme mit 20 Beschäftigten mehr als verdoppelt. "Dank Ihrer weitsichtigen Geschäftspolitik gelingt es Ihnen, den Erfolg Sebalds von Jahr zu Jahr zu verstetigen", unterstrich der Staatssekretär.

Er bezeichnete aber nicht nur die unternehmerische Leistung von Angelika Birner als herausragend, sondern auch ihr soziales Engagement. Sie unterstütze Kranken-, Alten- und Waisenhäuser in Afrika und sei aktives Mitglied im Förderverein "Projekthilfe Dr. Luppa", der Hilfe zur Selbsthilfe leiste. Dabei setze sich die Unternehmerin aus dem Landkreis Schwandorf dafür ein, Mittel für den Förderverein zu beschaffen.

Investiert werde das Geld in die Lieferung von Medikamenten und medizinischem Gerät, in den Bau von Gesundheitszentren sowie in landwirtschaftliche Projekte. "So konnte dank Ihrer Vermittlung die Trinkwasserversorgung eines Krankenhauses in Zimbabwe sichergestellt werden, das in Versorgungsengpässe geraten war", betonte der Redner, bevor er Angelika Birner die Staatsmedaille samt Urkunde überreichte.
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