Staatsstraße von Pfreimd nach Tännesberg 2016 wieder in Arbeit
Den Bau portionieren

Der endgültige Ausbau der Staatsstraße 2157 von Pfreimd nach Tännesberg rückt in greifbare Nähe. Nach Atzenhof, im Tumbholz und im Teufelskanal wurden die ersten Vorbereitungen bereits getroffen. Bereits jetzt wird die Straße von Bikern und Radfahrern besonders geschätzt, führt sie doch durch einen der schönsten Abschnitte der Oberpfalz. Bild: bnr

Der weitere Ausbau der Staatsstraße 2157 von Pfreimd nach Tännesberg war das zentrale Thema eines Behördentermins in der Gemeinde Trausnitz. Nach Aussage des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach werden 2016 wieder die Baumaschinen anrollen.

Trausnitz. (bnr) Die Staatsstraße 2157, als Verbindung von Pfreimd über Trausnitz nach Tännesberg, gehört sicherlich mit zu den landschaftlich reizvollsten Straßen der Oberpfalz. Jede Baumaßnahme wird deshalb genau unter die Lupe genommen, damit es auch weiterhin so bleibt. Für Planer und Straßenbauer ist es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, Natur und Straße in Einklang zu bringen. Bisher ist dies in hervorragender Weise gelungen. Engstellen wurden entschärft ohne das große Veränderungen vorgenommen werden mussten und die Straßenbreite erlaubt einen reibungslosen Verkehrsfluss.

Nur eine Deckschicht

Der absolute Hingucker ist die neue Bogenbrücke in Kaltenthal. Was gab es für einen Aufruhr als es hieß: die Bogenbrücke wird abgebrochen und durch eine neue Brücke ersetzt. Heute gibt es rundwegs nur zufriedene Gesichter. Ausdrücklich bedankte sich Bürgermeister Martin Schwandner beim Staatlichen Bauamt für die gelungene Planung. Zur endgültigen Fertigstellung fehlen jetzt noch zwei Bauabschnitte. Der kleinere Abschnitt ist das Teilstück Gnötzendorf nach Stein. Leitender Baudirektor Henner Wasmuth machte deutlich, dass in diesem Abschnitt eine bauliche Veränderung aus naturschützerischen Gründen unmöglich ist. Auf der einen Seite wird die Straße durch die Pfreimd und auf der anderen Seite durch einen Felshang begrenzt. Bei einer Sanierung kommt nur der Auftrag einer Deckschicht in Frage. Auf einen Termin wollte sich der Behördenleiter nicht festlegen.

3,5 Millionen Euro

Der weitaus längere und auch kostenintensivere Abschnitt liegt zwischen Atzenhof und der Landkreisgrenze nach Tännesberg. Die Staatsstraße 2157 ist in keinem Straßenausbauplan vorhanden, deshalb muss der Ausbau portioniert werden. Je nach vorhandenen Haushaltsmitteln kann gebaut werde. Bisher genügten in der Regel einfache Sanierungsmaßnahmen im Straßenverlauf. Das fehlende Teilstück muss aber völlig neu gebaut werden mit entsprechend hohen Kosten von 3,5 Millionen Euro.

Eine Unterteilung in zwei Bauabschnitte wird unumgänglich sein. Bis auf das wasserrechtliche Verfahren sind alle Vorbereitungen für einen Weiterbau getroffen. Die Ableitung des Oberflächenwassers stellt eine besondere Herausforderung dar. Der Schweizerbach ist zu klein, um größere Wassermengen aufzunehmen, deshalb muss das Wasser nach Atzenhof geleitet werden. Zwei Rückhaltebecken sind dafür notwendig. Während der Bauzeit ist eine Vollsperrung der Straße notwendig. Aber das sind die Bürger von Trausnitz und Atzenhof gewohnt. Musste doch während des Brückenbaus fast fünf Jahre eine Sperrung in Kauf genommen werden. In diesen Jahr kommt die Baumaßnahme zur Ausschreibung, so dass mit einem Baubeginn 2016 zu rechnen sein wird.
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