Stadler warnt vor Überheblichkeit

Der beim 1:1 gegen Bayreuth geschonte Thomas Schneider - hier rechts in der Partie gegen den Würzburger FV - ist gegen Ansbach mit von der Partie. Bild: A. Schwarzmeier

Rein von der Papierform her sollte der Sieger feststehen. Aber nur eigentlich, denn Christian Stadler, Trainer des Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden, warnt vor dem Heimspiel am Samstag, 7. März, 15 Uhr, gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Ansbach seine Elf vor allzu großer Überheblichkeit.

Weiden. (lst) "Ansbach hat enorme Qualität. Wir dürfen die Mittelfranken daher keinesfalls unterschätzen", sagt SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler. Knapp dreieinhalb Monate ist es her, dass die Weidener, derzeit mit 45 Punkten Spitzenreiter der Nord-Gruppe, den letzten regulären Auftritt in der Bayernliga hatten. Am 22. November wurde mit dem 2:0-Sieg in Neudrossenfeld die Winterpause eingeläutet. "Die Pause hat uns sicherlich gut getan, denn am Ende waren wir personell am Limit", blickt der SpVgg-SV-Coach zurück, dessen Truppe sich in den letzten vier Wochen gewissenhaft und engagiert auf die bevorstehende Restrückrunde vorbereitet hat.

"Wir haben viel ausprobiert und experimentiert. Jetzt zählt es", so der 41-Jährige, der ans Hinspiel Anfang August denkt. Damals bogen die Nordoberpfälzer einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg um. "Das war eine Begegnung, die auf Messers Schneide stand", erinnert sich Stadler, der auch am Samstag einen ähnlichen Verlauf erwartet. "Ansbach wird wohl schon mit einem Punkt zufrieden und daher eher defensiv eingestellt sein."

Heißt für die SpVgg SV: Mit Geduld den Abwehrriegel knacken. "Wir dürfen uns daher keine Fehler erlauben", fordert Stadler. Mit Ansbach präsentiert sich am Wasserwerk ein Team, das vor der Saison als "stärkster Aufsteiger" tituliert wurde. Zu Recht, denn die Mittelfranken rüsteten den Landesliga-Kader mächtig auf. Mit Torhüter Daniel Himmrich (SpVgg Greuther Fürth II), Matthias Jauch (SC Eltersdorf), Pascal Haltmayer (Sportfreunde Dinkelsbühl) und Daniel Holzmann (TV Nördlingen) verstärkten vier höherklassig erprobte Akteure die Truppe. Zudem stießen vier Nachwuchshoffnungen zu den Ansbachern.

Nach einem etwas holprigen Start in die Saison - es gab zwei Unentschieden gegen den Würzburger FV (1:1) und gegen den SV Erlenbach (0:0) sowie eine Niederlage gegen den VfL Frohnlach (1:3) - zeigte die Formkurve der Ansbacher dann steil nach oben. Am achten Spieltag standen sie auf dem siebten Platz, es folgte ein jäher Absturz bis auf Rang 14. Das kostete dann auch dem bisherigen Trainer Fredi Skurka den Kopf, er trat Ende Oktober zurück und wurde kurz danach durch Andreas Heid ersetzt. "Der Wechsel wird sicherlich für zusätzliche Motivation bei der SpVgg sorgen", befürchtet Stadler daher. Das deutete sich bereits in den acht Testspielen der Ansbacher an, von denen sie lediglich zwei verloren haben.

In Weiden muss der neue Coach jedoch auf wichtige Akteure wie Bastian Herzner, Vittorio Romano und Pascal Haltmayer verzichten. Keine personellen Probleme hat hingegen der Weidener Trainer. Die zuletzt beim 1:1 gegen Bayreuth geschonten Thomas Schneider (Anbruch des Handgelenks) und Johannes Scherm (Bänderdehnung im Knie) absolvierten in der letzten Woche alle Trainingseinheiten, so dass Stadler seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.
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