Stadt ist stolz auf diese Schule

Zu einem richtigen Fest der Begegnung geriet der Samstag in der Realschule. Schüler, Lehrer und Ehemalige feierten noch einmal richtig mit vielen Aktionen den 60. Geburtstag der Schule. Bilder: swt (2)

1954 unter schwierigen Bedingungen gegründet, ist die Auerbacher Realschule heute ein "pädagogischer Musterbetrieb". Was viele vielleicht gar nicht mehr wissen, angefangen hat die Bildungseinrichtung der Auerbacher Schulschwestern als reine Mädchenschule.

Eine "illustre Versammlung" begrüßte Schwester Lioba Endres, Schulleiterin der Realschule Auerbach, anlässlich des Festaktes zum 60. Geburtstag der Schule. So bezeichneten es zumindest die Schüler der Schulspielgruppe, die die einzelnen Programmpunkte spielerisch ankündigten. Doch damit hatten sie recht. Neben Bürgermeister Joachim Neuß als stellvertretenden Zweckverbandsvorsitzenden hieß die Schulleitung auch die Ministerialbeauftragte für Realschulen in Bayern, Maria Kinzinger, willkommen. Daneben waren viele ehemalige Lehrer, das aktuelle Kollegium, Mitarbeiter und nicht zuletzt auch Schüler und Eltern gekommen.

Eingebettet in den Premierenball der 10. Klassen, die ihren Tanzkurs absolviert haben, fanden die Ehrengäste zahlreiche Glückwünsche für die Schule, die 1954 unter schwierigen Bedingungen gegründet wurde.

Als Mädchenmittelschule mit 44 jungen Fräulein, einem Klassenzimmer und vier Schulschwestern als Lehrkräfte, begann der Lebenslauf der Einrichtung, die heute über 400 Schüler hat und weithin einen sehr guten Ruf. "Erziehung und Bildung unserer Jugend liegen uns am Herzen", sagte die Schulleiterin, die die vergangenen Jahre Revue passieren ließ. Dabei wurde sie unterstützt von der langjährigen Rektorin Schwester Beata Wittmann, die noch einmal in die Vergangenheit blickte und auch von Peter Strobl, der lange Jahre stellvertretender Rektor war.

Immer im Mittelpunkt

"Die Schüler standen immer im Mittelpunkt", so der Tenor. Schwester Lioba ließ auch die Krise 2001 nicht aus, als ein schwieriger Dialog zwischen Eltern, Lehrern und Schülern in der Biobuch-Zensur gipfelte. Die Schulleiterin erinnerte an die Unterstützung, die sie damals vor allem durch den verstorbenen Bürgermeister Helmut Ott erfahren hatten. "Ohne ihn gäbe es die Schule heute vielleicht nicht mehr."

Heute sei die Realschule geprägt von einem familiären Schulklima, von Achtsamkeit jedem einzelnen gegenüber. "Die Schüler sind keine Nummern, sondern Persönlichkeiten. Ihr seid heute elegant und erwachsen", richtete die Rektorin das Wort an die Zehntklässler, die festlich gekleidet auf ihren Einzug warteten.

Bürgermeister Joachim Neuß, der selbst bis 1979 die Realschule absolvierte, meinte: "Schule machen Menschen und Menschen machen diese Schule aus." Die Provinzoberin des Ordens der Schulschwestern von unserer lieben Frau, Schwester Lucilla Hauser, erklärte in ihrem Grußwort, dass nicht nur die überdurchschnittlichen Leistungen die Schule prägen, sondern auch die Persönlichkeitsbildung und die christliche Ausrichtung. "Sie ist ein Raum des Vertrauens, der Führung und des Angenommenseins." Lob für diese Richtung der Erziehung gab es auch von Maria Kinzinger. "Mit vorbildlichem Engagement haben Schulleitungen und Kollegium eine Schule aufgebaut und diese neben dem Bildungauftrag auch mit einem reichhaltigen Schulleben gefüllt." Auch die Leistungen der Schüler hob Kinzinger hervor und wünschte der Einrichtung weiterhin so viele Schülerzahlen und ebenso viel Erfolg.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt zunächst von der "RealBrass", einer Formation von gut 20 Musikern, die die Realschule absolviert haben. Für schöne Töne sorgte auch der Lehrerchor und ein Querflötentrio von Schülerinnen. Zum Bolero von Ravel hatte die Tanzgruppe der Schule eine Choreographie einstudiert. Höhepunkt war dann der Einzug der Abschlussballschüler.

Viele Erinnerungen

Am Samstag folgte das Schulfest, bei dem sich viele Ehemalige einfanden. Sie und Schüler und Lehrer machten das Geburtstagsfest zu einem richtigen Tag der Begegnung. Erinnerungen wurden ausgetauscht, in alten Schulheften geblättert, die heutigen Schüler präsentierten ihr Wissen, aber auch Spiele und Spaß. In der überfüllten Turnhalle trafen sich Eltern, Schwestern, Schüler und viele Absolventen zu einem Austausch und vielen Gesprächen. Dass die Auerbacher stolz sind auf ihre Realschule, so hatte es Bürgermeister Neuß beim Festakt festgestellt, das zeigten sie durch die zahlreiche Anwesenheit am Samstagnachmittag in und um die Einrichtung.
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