Stadt plant Entwicklung

Im Juli 2013 informierten Michael John (links) und Klaus Stiefler bei einer Bürgerversammlung in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Bild: Archiv

Es geht um die Zukunft - auf allen Ebenen. Einstimmig beschloss der Eschenbacher Stadtrat das Entwicklungskonzept, das dazu beitragen soll, den wirtschaftlichen und demografischen Wandel der Stadt zu bewältigen.

"Das Stadtentwicklungskonzept ist Voraussetzung für Fördermittel", sagte Städteplaner Klaus Stiefler und ließ damit anklingen, welchen Stellenwert die anstehende Beschlussfassung hat. Mit der Zustimmung schuf das Stadtparlament die Voraussetzung dafür, städtebauliche Fördermittel aus EU-Strukturfonds, Bund-Länder-Programm, bayerischem Städtebauförderprogramm und bayerischen Sonderprogrammen anzuzapfen.

Nicht mehr aktuell

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und das Integrierte Handlungskonzept (IHK) sollen helfen, den Wandel der Stadt vorausschauend zu bewältigen. Als Einstieg diente im Juli 2013 eine Bürgerversammlung, bei der sich Städteplaner Klaus Stiefler und Michael John vom Basisinstitut für soziale Planung mit Stadtplanung, Wohnraum, Freiräumen, Mobilität, Wirtschaft/Arbeit und Bildung/Kultur befassten. Da das Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 1989 nicht mehr aktuell war, war es die Absicht, mit dem neuen Programm auch in einigen Bereichen der Altstadt und im Stirnberg anzusetzen. Stiefler stellte dem Gremium einen Plan vor, dessen Maßnahmen sich auf die Altstadt, den Stirnberg, das Scheunenviertel und das grüne Band Eschenbach-Graben bezogen. Der Architekt befasste sich unter anderem mit Grün- und Freiflächen in der Altstadt und entlang von Eschenbach, Jugend, Wirtschaft, Handel und Verkehr. Fördermittel könnten für den Kauf von Altbauten mit Sanierungsauflage und zur Verbesserung von Ladengeschäften angeboten werden. Greifen sollte eine Beratungsoffensive durch die Stadt. "Zur künftigen Stadtentwicklung gehört ein Zusammenspiel von öffentlichen Maßnahmen, verbunden mit dem Zusammenwirken von kommunalen und privaten Initiativen", erklärte der Städteplaner.

Langfristig denken

Für den ISEK-Bereich Jugend wertete Michael John den Jugendtreff im alten Feuerwehrhaus als ersten positiven Schritt. Bedeutung maß er auch einem Mehrgenerationentreff bei. Um Schüler im Ort und in der Region zu halten enthielten seine Pläne auch das Stichwort "berufsinitiative Gymnasium". Bürgermeister Peter Lehr hielt es für erforderlich, die Ziele Konzepts nicht auf die Jahre 2015 bis 2020 zu beschränken. Das ISEK sei geschaffen "als Voraussetzung für die weitere langfristige Entwicklung der Stadt und auch für Fördermittel".
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